Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 8 (1852)
- Issue
- 2-3 (1852)
- Date
- 1852-01-01
- Page
- – (sequence 25)
- Language
- German
- Belongs to
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41 schied der Farbe mehr stattfand zwischen den Kindern Sems und den Kindern Hams." Ihre Gesichtszüge, bemerkt Herr R., sind verschieden von denen, die zur Race der Neger gehören. Wenn ich die verschiedenen Gefichtszüge der vielen Schwarzen hier, die alle Neger genannt werden, beobachte, so kann ich vier sehr verschiedene Arten der Gesichtsbildung bei den vielen Tausenden derer, die hier leben, genau unterscheiden, und ich war sehr-betroffen von einer der wenigen markirten Physiognomien, welche ganz entschieden mehr die Züge eines jüdischen als eines Neger-Gesichts hatte. Von einem andern Juden, mit dem er in Medeah zusammen träf, erhielt Herr Dr. Philip noch mancherlei Nachrichten über die Juden im Inneren Afrikas, besonders über die, welche auf der Oase der großen Sahara leben. Er erzählte mir, schreibt Herr Dr. Philip, daß er überall im Innern Juden in großer Anzahl fand, und nicht blos innerhalb der Grenzen dieser Provinz, sondern auch in Bathnor, Bis-Vrari, Tauggurt, und selbst weiter südlich in Busara, Bein- Wzab, Laquah rc. An einigen dieser Orte fand er hundert und in einigen noch mehr jüdische Familien; an einem fand er sogar über sechs Hundert jüdische Familien , welche mehrere Synagogen hatten. In einer derselben waren gegen hundert Abschriften des Gesetzes, auf Pergament geschrieben, von denen einige so alt waren, wie er sie nur je gesehen hatte. Und diese Juden stehen im beständigen Verkehr mit andern Juden, welche noch südlicher wohnen. Misfionsnachrichten. Bagdad. Die Nachrichten, die wir dies Mal unfern Lesern aus Bagdad mittheilen können, sind nicht besonders erfteulicher Art. Die Brüder Stern und Brühl haben eine schwere Zeit durchgemacht, da die schreckliche Geißel „Cholera" vergangenen Sommer furchtbar auf dem Gebiete ihrer Arbeit wüthete, und wenn sie selbst von dieser Plage gnädiglich verschont geblieben sind, so haben sie doch mehr oder weniger zu-leiden gehabt und sind in ihrer Thätigkeit gehindert worden, besonders Bruder Stern, dessen Frau von dieser furchtbaren Krankheit befallen wurde und längere Zeit in der größten Gefahr war.