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Dibre Emeth · 1852-01-01 · 2-3 (1852) · page 24

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
8 (1852)
Issue
2-3 (1852)
Date
1852-01-01
Page
– (sequence 24)
Language
German
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40 Nach-der Erzählung des jüdischen Uhrmachers Rleben südlich von Marokko an verschiedenen Orten, besonders aber in der Stadt Benowin, an der Grenze des Reiches Bambara, eine bedeutende Anzahl schwarzer Juden. Bei diesen Juden, sagt er, ist keine einzige gedruckte Bibel zu finden; sie haben nur das Gesetz Moses auf Pergament geschrieben, von dem beinahe jede Familie ein Eremplar besitzt. Sie sprechen von den Propheten, aber haben ihre Schriften nicht; sie haben ein prophetisches Werk unter dem Namen Nathan hanabi (Nathan der Prophet). Ihre Gebete sind von denen der andern Juden verschieden, und auf kleine Pergamentblätter geschrieben, die zusammengenäht sind. Ihre Gebete enthalten sehr viele Stellen aus den Psalmen. Sie haben keine Schriften von dem mündlichen Gesetze (Talmund), obschon einige von ihnen mit einigen Theilen desselben, die den--größten Aberglauben enthalten, bekannt sind, was sie aber mit dem Aberglauben per sie umgebenden Mohamedaner und Heiden vermischen. Sie leben unter den verschiedenen Stämmen und genießen mit diesen unter ihren Obern dieselben Vorrechte und Freiheiten. Ueberall, sowohl in Städten als in Dörfem haben sie Synagogen und Rabbiner; diese, die nach Stimmenmehrheit gewählt werden, find ihre Richter sowohl, in religiösen als in weltlichen Angelegenheiten. Die meisten dieser Juden beschäftigen sich mit Ackerbau, dem Woll- und Seidenhandel, und stehen im beständigen Verkehr mit den nördlichen und südlichen Stämmen der Wüste. Herr R. gab sich große Mühe, als er sich unter ihnen aufhielt, von ihnen zu erfahren, wie sie nach diesem Theile der Welt gekommen und zu Regem auögeartet seien. Er stellte alle, mögliche Untersuchung an und erhielt endlich die Nachricht über diesen Gegenstand: — Nach der Zerstörung Jerusalems — einige sagen nach der ersten Gefangenschaft—flohen viele ihrer Vorfahren, ihres Eigenthums und ihrer Heimath beraubt, nach, der Wüste. Ihre Reisen waren sehr anstrengmd und ermüdend, in Folge dessen die meisten jüdischen Frauen auf dem Wege starben. Bei den Söhnen Hams fanden sie eine strundliche Auftrahme, deren. Töchter sie heiratheten. Die mit ihnen gezeugten Kinder wurden von einemGeschlecht zum andern immer schwärzer und schwärzer, bis in keiner Weise irgend ein Unter»

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