Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 8 (1852)
- Issue
- 2-3 (1852)
- Date
- 1852-01-01
- Page
- – (sequence 22)
- Language
- German
- Belongs to
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33 in die Tasche und kam zu mir ganz erschöpft Ich bin. jetzt im Besitze dieses Papiers; es ist eine Art von Kontrakt, in welchem das Kloster (der Name fehlt) ihm ein Jahrgehalt vonSO Pftmd verspricht, wenn er-die Kinder der Griechen vom Besuch meiner Schule abhalten und die Oberaufsicht über ihre Schule führen! will, die er jetzt über die meinige hat, und überdies bietet ihm das Kloster eine Belohnung von 100 Pfund (gegen 670 Thlr.), wenn er verspricht, innerhalb dreier Monate mein Schulhaus gänzlich zu zerstören. Da man endlich sah, daß weder Versprechungen noch Drohungen etwas über ihn vermochten, und man befürchtete, daß eine große Zahl Personen sie verlassen und sich für Protestanten erklären möchten, schrieben die Bischöfe einen freundlichen Brief nach Nablus, worin sie das Volk baten, einig zu sein und nicht zu sagen, der Eine: Ich bin ApoUisch, der Andere: Ich bin Kephisch rc.; und seit der Zeit geht Alles ruhig seinen Gang. Aber mein armer Agent hat in Folge all dieser Versuchungen eine lange und gefährliche Krankheit zu bestehen gehabt. Ich muß hier hinzufügen, daß, obschon er ein armer Mann ist (in Folge seiner Freigebigkeit), und obschon das, was er von mir erhält, kaum hinreicht, seine besonder» Ausgaben für die Schule zu decken, es doch nie scheint, als ob er durch die Anerbietungen von Geschenken versucht worden sei, sich bestechen zu lassen. v In Folge der Tyrannei und Verfolgung, die kürzlich gegen die, welche die Bibel lesen, ausgeübt wurden, haben sich gegen zwanzig Familien veranlaßt gefunden, ihre Kirchen zu verlaffen, und zu einer protestantischen Gemeinde zusammen zu treten, die jetzt auch als solche von der Regiemng anerkannt und beschützt wird. Dieser Schritt war voreilig, und ich möchte nicht zu der Meinung Veranlassung geben, daß diese Protestanten wirklich bekehrte Leute sind. Der Herr Prediger Bowen von der kirchlichen Misstonsgesellschaft hat in diesem Sommer einige Monate in Nazareth zugebracht, und findet, daß bei ihnen'ein großes Gemisch von reinen und unreinen Beweggründen herrscht; doch aber ist er überzeugt, daß Einzelne unter ihnen sind, welche Wirklich die seligmachende Wahrheit suchen, jedenfalls aber eine gute Gelegenheit vorhanden istin Galiläa das Evangelium zu predigen. ' -