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Dibre Emeth · 1852-01-01 · 2-3 (1852) · page 19

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
8 (1852)
Issue
2-3 (1852)
Date
1852-01-01
Page
– (sequence 19)
Language
German
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35 offne: Feld der Arbeit zu senden. Einer- Herr Prediger Klein, ist schon zwei Monate mit dem Erlernen der ersten Anfangsgründe der Sprüche beschäftigt, um dann als Pastor in die protestantische Gemeinde zu Nazareth einzutreten. Ein anderer wird in wenigen Tagen hier erwartet, welcher, da er mit der Neu-Griechischen und Türkischen Sprache wohl bekannt ist, zunächst unter den Tausenden unwissender Pilger, welche jährlich Jerusalem besuchen, arbeiten will. Hier in Jerusalem sind eine Menge Lateiner, Griechen und Armenier, welche mehr oder weniger ernstlich die Wahrheit suchen, aberfie find beinah alle arm, und ihre Abhängigkeit vonden Klöstern ist für sie ein furchtbares Hinderniß; denn wenn irgend einer ernstlich anfängt die Bibel zu lesen, oder seineKinder in meine Schule schickt, oder die Versammlungen zum Bibellesen und Gebete (in Michaels Hause) besucht, so wird er sogleich von feinem Priester ermahnt, davon abzulaffen, und wenn er sich dem nicht sogleich unterwirft, so wird er aus seiner Wohnung vertrieben, die gewöhnlich einem Kloster gehört. So wurden neulich zwei Familien, die ftüher zu den Meinem gehörten, plötzlich aus ihren Wohnungen vertrieben, oder vielmehr herausgeworfen, weil sie ihre Bibeln nicht zum Verbrennen herausgeben wollten. Wenn sie sie aus ihren Wohnungen vertreiben werden um des Wortes Gottes Willen, das wir uns befleißigen ihnen zu predigen und unter ihnen zu verbreiten, so würde es zu grausam sein, wenn wir nicht für Wohnungen für sie sorgen wollten, obschon sie noch keinen Beweis einer durchgreifenden Bekehrung des Herzens gegeben haben. Ich bezahle daher gewöhnlich die Miethe für sie, so lange ihr Betragen gut ist und sie meiner Hülfe bedürfen. Aus dem Grunde meines Herzens danke ich denen von Euch, geliebte Brüder, die mir bisher Hülfe für dieses und andere Werke der Liebe gesandt haben. Obgleich ich in zwei oder drei Fällen getäuscht worden bin, so bin ich doch dankbar berichten zu können, daß sich im Ganzen, solche arme protestantische Araber bewähren, besonders aber die sechs oder sieben Communicanten. , Vorausgesetzt', daß sie gesund sindverlangen sie kaum je Hülfe von mir, ausgenommen die Miethe für ihre Wohnung, Md mit ihrer Thätigkeit, Sparsamkeit und-Dankbarkeit geben sie unseren jüdischen Proselyten ein gutes Beispwl. L 3*

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