Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 8 (1852)
- Issue
- 2-3 (1852)
- Date
- 1852-01-01
- Page
- – (sequence 18)
- Language
- German
- Belongs to
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- Ramla 1× ep/1048074
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34 das Reue Tastament liest, Wd dann und wann seine Einwürfe und Schwierigkeiten einer gewandten, aber offenbar biedern Weise vorbringt. So hat er zum Beispiel mehrere Angaben in der Rede des Stephanus gefunden (Apstgsch, 7), die nicht wörtlich mit denen des MoseS übereinstimmen; er scheint aber mit der ihm gegebenen Lösung beftiedigt zu sein. Er hat.sich neulich an mich gewandt mit der Bitte um Hülfe zur Errichtung einer Schule ftir sein Volk, (da die Muselmänner den Samaritanern nicht erlauben wollen, ihre Kinder in meine Schule zu schicken), und versprach mir, daß das ganze Alte Testament darin gelehrt werden sollte. (Es ist wohl bekannt, daß die Samaritaner nur die fünf Bücher Moses als von Gott eingegeben annehmen.) Ich habe einige Hoffnung, er werde sich meiner Bedingung fügen, daß auch das Neue Testament gelehrt werde. Dieser Bibel-Vorleser ist das Mittel gewesen , daß bei einer ziemlichen Zahl pon Priestern, ein Geist des Forschens erweckt worden ist; aber sie werden so scharf bewacht, daß es nicht klug sein würde, in irgend welche Einzelheiten einzugehen, mit Ausnahme dessen, daß neulich ein junger Mann, der seine Anhänglichkeit an das Evangelium zu zeigen begann, plötzlich an einen mir bis jetzt unbekannten Ort der Verbannung abgeführt worden ist. Der dritte Bibel-Vorleser, Michael, ist einige Zeit im Frühjahr damit beschäftigt gewesen, das, niedere Land zu besuchen, Ramlah, Lidd und Jaffa; aber er fand daselbst heftigen Widerstand gegen das Evangelium; die Leute, furchtsam vor einander und vor ihren Priestern, wagten weder ihn in ihre Häuser aufzunehmen, noch mit ihm zu sprechen. Jedoch konnte er ein geringes Häuflein in einigen entfernten Oertern versammeln, wo er dann erfuhr, daß Viele das Wort Gottes heimlich lesen. Er hat einige Sommermonate in Nazareth zugebracht. Salt konnte er nicht besuchen, wegen der Unruhen, durch die unsere dortigen Freunde in die Berge zerstreut wurden. Obgleich die allgemeine Bewegung, die ich in meinen beiden letzten Briefen erwähnte, bedeutend nachgelassen hat, so ist doch in dieser Gegend der Predigt des Evangeliums für die Eingebornen eine Thür offen, und ich bin sehr dankbar, berichten zu können , daß die Kirchliche Missionsgesellschast beschlpffen hat, Missionare in dies