Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 8 (1852)
- Issue
- 2-3 (1852)
- Date
- 1852-01-01
- Page
- – (sequence 16)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 97% known words query
- IRI
…/2554541-2554635-2554638--01603-2557447- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
32 sagen, daß die Schule seitdem herrlicher blüht als je zuvor. Da die Eltern das bessere Betragen ihrer Kinder sehen, so fangen sie qn die Schule zu schätzen, und zwar so sehr, daß, obschon ich ihnen keine Speise mehr reichen lasse, ausgenommen neun Kostgängern (Waisen rc.) die Zahl der Kinder beiderlei Geschlechts allmälich zunimmt. Gegenwärtig sind 43 Kinder in der Schule, nämlich 89 Knaben und 14 Mädchen. Darunter sind sieben ungetaufte Judenkinder und elf getaufte Kinder israelitischer Proselyten; die übrigen find hauptsächlich die Kinder protestantischer Araber; und dann haben wir §och die Aussicht auf baldigen beträchtlichen Zuwachs sowohl von Judenals Heidenchristen beiderlei Geschlechts. Die Lehrer sind gegenwärtig Herr Palmer und ein Eingeborner, die beide in arabischer Sprache unterrichten, und eine Engländerin, Miß Cooper, hat gütigst den Unterricht im Englischen übernommen (und in Handarbeit für die Mädchen). Binnen Kurzem jedoch erwarte ich einen englischen Lehre^ von dem Gymnasium zu Malta, der mit Herrn Palmer die Knaben unterrichten wird, der eine in englischer, der andere in arabischer Sprache, während Mß Cooper den Mädchen in einer besondern Schule Unterricht ertheilen wird; den eingebornen Lehrer aber beabsichtige ich an meiner Schule zu Nazareth anzustellen. Da ein entschieden frommes Paar die Bedienung macht, so stehen die Kinder den ganzen Tag über unter streng christlichem Einflüsse, wovon die Folgen in dem Betragen fast aller Kinder sich deutlich zeigen; und mit Dank muß ich sagen, daß ungeachtet die Zahl der Kinder im Zunehmen begriffen ist, und obschon ich das Gehalt der beiden Lehrer bezahle, ich doch glaube, daß in diesem Jahre die Ausgaben für die Schule geringer sein werden, als in dem vergangenen. Im Laufe dieses Jahres ist eine neue Anstalt erösftret, oder ein andrer Zweig von großer Nützlichkeit eingeführt worden. Als während einiger Monate des verflossenen Jahres die Krankheiten so überhand nahmen, daß es kaum eine Familie gab, in der nicht eins oder mehrere Glieder gefährlich erkrankt waren, die beiden Lehrer der Diöcesanschule mit eingeschlossen, und keine geeignete Person gesunden werden konnte, die Kranken zu warten und zu pflegen, so schrieb ich an den Herrn Pastor Fliedner und bat ihn, uns zwei der frommen Diaco-