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Dibre Emeth · 1852-01-01 · 1 (1852) · page 14

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
8 (1852)
Issue
1 (1852)
Date
1852-01-01
Page
– (sequence 14)
Language
German
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14 kommen, möglich gemacht, die erkannte Wahrheit zu bekennen. Sobald sie nämlich von den Oberhäuptern ihrer Kirche daran verhindert werden, so steht ihnen der Weg offen , zur evangelischen Kirche überzutreten, wo sie dann auch Schutz vor Verfolgungen finden. Der Bischof, oder das Oberhaupt ihrer frühem Glaubensgemeinschaft hat daun keine-Macht mehr über sie; sie können von demselben nicht mehr wegm Ketzerei gezüchtigt oder ins Gefängniß gelegt werden, wie dies bisher der Fall war. Aber auch abgesehen davon, so steht die evangelische Kirche als ein Licht der Wahrheit des Wortes Gottes da, sowohl für die verschiedenen, in den finstersten Aberglauben versunkenen christlichen Kirchen, als auch für das von seinem Bundesgotte abgefallene Israel und die Anhänger des falschen Propheten Mahomeds, worin sie sich alle besehen und auch erwärmen können, und wir können und dürfen getrost darauf rechnen und hoffen, daß die Wahrheit auch ihre Kraft beweisen und in die Todtengebeine wieder Leben bringen wird. Besonders wichtig aber ist die Gründung des protestantischen Bisthums in Jerusalem für die Juden- und auch Heidenmissionen im Morgenlande. Nicht nur, daß die dort arbeitenden Missionare an dem Bischöfe einen festen Halt haben , sind sie auch dadurch in' den Stand gesetzt, Gemeinden zu gründen, und haben in jeder Beziehung an dem Bischöfe ihren Vertreter; die morgenländischen Inden aber können nun erst das wahre, reine und lebendige Christenthum kennen lernen, wozu sie sonst keine Gelegenheit hatten. Es ist daher natürlich, daß alle wahren Glieder unserer evangelischen Kirche, besonders die Judenmisstonsgesellschaften an dem Protestantischen Bisthume das größte Interesse haben, und dem Herrn der Kirche dafür danken, daß sein heiliges Wort dadurch nun auch in Jerusalem, von wo es ausgegangen ist, wieder rein und lauter gepredigt wird. Um diesen Dank laut werden zu lassen, und ihm einen Ausdruck zu geben, ist der Tag , an welchem der erste protestantische Bischof in Jerusalem einzog, von vielen gläubigen Christen auch in unserm lieben deutschen Daterlande zugleich mit dem Häuflein Protestanten in Jerusalem jährlich gefeiert worden. Eine solche Geier fand nun in diesem Jahre , wie schon früher einmal, auch hier in Breslau in der Kirche zu St. Trinitatis statt. Die Theilnahme. war

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