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Dibre Emeth · 1852-01-01 · 1 (1852) · page 10

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Journal
Dibre Emeth
Volume
8 (1852)
Issue
1 (1852)
Date
1852-01-01
Page
– (sequence 10)
Language
German
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10 Dheilyahmslosigkeit an der Mission unter Israel Vorbringen mögen, und es muß uns schwer aufs Herz und Gewissen fallen, das Werk, welchem dfr Herr selbst so große Wichtigkeit beilegt, in seinem Werthe nicht nur nicht erkannt, sondern sogar völlig vernachläßigt zu haben. Am allerwenigsten werden wir uns dann noch mit dem nichtigen Grunde entschuldigen können, daß die Misstonsthätigkeit unter Israel ohne Erfolg, oder von geringem Erfolge sei; denn wissen wir erst, daß dieses Werk den Befehl des Herrn für sich hat, dann werden wir auch nicht nach den Erfolgen fragen, sondern, wie es sich Jüngern des Herrn geziemt, seinem Befehle gehorsam sein. Aber dieser Entschuldigungsgrund ist auch nicht einmal wahr. Wer sich mit der Mission unter den Juden bekannt macht, der wird auch zugeben müssen, daß sie verhältnißmäßig von eben solchem Erfolge ist, wie die Mission unter den Heiden. Für den Erfolg unsers Werkes bürgt auch schon der Ausspruch des Apostels, daß der Herr stets einen heiligen Samen, seine 7000, unter Israel habe, welche treu an ihm halten. Diese nun werden gewiß das Wort vom Kreuze annehmen, sobald es ihnen gepredigt wird. Wie aber soll ihnen gepredigt werden, wenn keine Prediger zu ihnen gesandt werden? Und wie sollen Prediger zu ihnen gesandt werden, wenn man unserm Werke keine Theilnahme schenkt, wenn man die Juden der Predigt des Evangeliums für unwerth achtet? Wie wollen wir Christen es nuch einst vor dem Throne Gottes verantworten, wenn solche wahre Israeliten, ja wenn überhaupt so viele Israeliten dahinsterben, ohne jemals etwas von dem Evangelium gehört zu haben? Man sage nicht, daß sie ja unter uns Christen leben und Gelegenheit genug haben, sich mit den Lehren des Christenthums bekannt zu machen; denn das ist ein ganz eiteler und leerer Einwand. Ganz abgesehen davor, daß die große Zahl Juden, welche in nicht christlichen Ländernleben, nie Gelegenheit hat, etwas von dem Herrn Jesu zu hören, möchten wir wissen, wie diejenigen, welche unter Christen leben, die heiligen Lehren des Christenthums kennen lernen sollen, wenn ihnen das Evangelium nicht besonders gepredigt wird. Denn nicht blos ist leider das Leben der meisten!Christen so, daß damit in keiner Beziehung ein günstiges Zeugniß für das Christentum abgelegt wird, son-

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