Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 7 (1851)
- Issue
- 12 (1851)
- Date
- 1851-01-01
- Page
- – (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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18S Mit der ersten Gelegenheit sollen sie Ihnen nach England zugesandt werden.) Der letzte, obgleich nicht geringste Umstand ist der, daß mit unseren Freunden auch zwei eingeborene Juden angekommen sind, die nun unter vr. Medhurst's Anleitung fleißig die hebräische Sprache studiren. Sie scheinen die Demüthigung sehr lebhaft zu fühlen, daß die Kenntniß des Hebräischen unter ihnen verloren gegangen ist. Auch erklären sie ihre Bereitwilligkeit, später ihre Kinder nach Schang-hai zu senden, und wenn wir in unser vor Kurzem vollendetes Missions- Seminar zu St. Paul auf Hong-Kong, dessen Vorsteher ich vermöge meines Amtes bin, einige jüdische Studenten bekommen könnten, so möchte später Etwas in einem größerem Maße für diese zerstreuten Schaafe des Hauses Israel unternommen werden können. Misfionsnachrichtett. London. Herr Misstonsprediger Ewald, der eine Reihe von Jahren mit viel Segen in Jerusalem gearbeitet hat, diese heilige Stadt aber seiner Gesundheit wegen verlassen mußte und jetzt in London thätig ist, schreibt in seinem Tagebuche unter Anderm: Ich will einige Thatsachen erwähnen, welche zeigen, daß daö Neue Testament von den Juden gelesen wird. Ich hatte dasselbe an zwei Juden verabreicht; als ich nach einigen Tagen wieder mit ihnen zusammen kam, führten sie die Stelle an: „Wer nicht wider uns ist, der ist für uns," und fügten hinzu: „Wir sind nicht gegen Christum und das Christenthum; wir bewundern, wir lieben das Christenthum, aber wir können Ihre Religion nicht öffentlich annehmen; und da wir nicht gegen Christum sind, so gehören wir zu denen, die für Christum sind, und obschon wir verhindert werden, öffentlich Jesu nachzufolgen, so hoffen wir doch selig zu werden." Ich erwiederte ihnen, daß Jesus auch gesagt hat, daß er diejenigen vor seinem himmlischen Vater verleugnen wolle, welche ihn vor den Menschen verleugnen, aber daß er diejenigen vor seinem himmlischen Vater bekennen wolle, welche ihn vor den Menschen bekennen. Freilich gäbe