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Dibre Emeth · 1851-01-01 · 12 (1851) · page 5

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
7 (1851)
Issue
12 (1851)
Date
1851-01-01
Page
– (sequence 5)
Language
German
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181 Die Buden tu China. Das Jewish Intelligence bringt uns wieder einige Nachrichten über die Juden in China, die wir hier mittheilen. Der Bischof von Victoria schreibt unterm 22. August: Ich schreibe einige Zeilen, um Ihnen anzuzeigen, daß unsere beiden Chinesen vorigen Monat von einem zweiten Ausfluge nach Khai-sung-fu wieder nach Schang-Hai zurückgekehrt sind, und daß ihre Reise, so weit wir erwarten konnten, auch erfolgreich gewesen ist. ' Sie haben von den Gesetzrollen sechs mitgebracht. Sie versammelten die ganze Gemeinde, ungefähr 300 Personen an der Zahl, und in dieser Versammlung wurde beschlossen, die Gesetzrollen unfern Freunden zu überlassen. Der Preis, den man forderte, betrug gegen 533 Dollars, welche sogleich gezahlt wurden, worauf die Gesetzrollen am Hellen Tage in ihre Wohnungen gebracht wurden. Auch erhielten unsere Freunde gegen 40 kleinere Bücher, die möglicher Weise einige Nachrichten der früheren Geschichte und der Auswanderung der Juden nach China enthalten. Unsere Freunde in Schang-Hai waren Anfangs geneigt zu beklagen, daß man nur die Hälfte der Gesetzrollen erlangen konnte; aber als man sie näher untersuchte, fand es sich, daß jede die fünf Bücher Moses vollständig enthielt, so daß die übrigen sechs wahrscheinlich von keinem weitern Nutzen sein würden. Die Gesetzrollen sind auf dickem, starkem Schaaffell ohne Vokalzeichen und Eintheilungen in Abschnitte oder selbst Bücher geschrieben, so daß sie (nach der Meinung unserer Freunde in Schang-Hai) vor der Erfindung der neuern Eintheilung nach China gebracht worden sein mögen. Sie find schön und sehr leserlich geschrieben. Eine der Rollen ist mangelhaft und sehr beschädigt, da sie (wie die Juden sagen) bei der Fluch, welche unter der Ming-Dynastie stattfand, im Wasser gelegen hat. Sie ist jedoch scheinbar die älteste und wird in kritischer Hinsicht für die wichtigste betrachtet. Die Handschriften sind jetzt wahrscheinlich unterweges von Schang-hai hierher zu mir; sie sind gleichmäßig auf zwei verschiedene Schiffe vertheilt, -um uns im Fall eines Schiffbruchs vor gänzlichem Verlust zu sichem.

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