Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 7 (1851)
- Issue
- 10-11 (1851)
- Date
- 1851-01-01
- Page
- – (sequence 29)
- Language
- German
- Belongs to
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173 einen erwähnen, einen Dajin oder Richter, der uns in Gesellschaft eines andern bejahrten und achtbaren Juden besuchte. Da letzterer nicht gut hebräisch sprach, so unterhielt sich Herr Stern mit ihm, ich aber sprach eine ziemliche Zeit mit dem andern von der Messtanität Jesu und dem Heile, das in seinem Namen ist. Er hörte aufmerksam zu, aber endlich erwiderte er, daß dies allerdings einige Bestätigung in der Bibel haben möchte, aber im Talmud würde ihm geradezu widersprochen, welchem zu glauben sie verpflichtet wären. Ich suchte ihm die Jrrthümer und Mängel 'des Talmuds zu zeigen und ihn mit der Vortrefflichkeit des Neuen Testaments zu vergleichen, aber er ging bald fort und wollte nichts der Art gegen das geliebte und verehrte Werk (den Talmud nämlich) hören. Am 18. Juli sah ich ungefähr ein Dutzend Juden in dem Hause eines Proselyten. Nachdem ich mit ihnen einige Kapitel aus dem Neuen Testament gelesen, dieselben erklärt und mit dem Alten Testamente verglichen hatte, ftagte mich der Eine, ob ich ihm erlauben würde, einen jungen Rabbi aus dem Beth Hamedrasch bei mir einzuführen. Ich erlaubte dies natürlich gern, und der Rabbi erschien bald, da er aber so viel Juden um mich herum sah, wurde er zornig, riß einem Juden das Neue Testament, in welchem er las, aus der Hand und sagte: „Wozu lesen Sie das? Ich habe alle christlichen Bücher gelesen, das Neue Testament, den Wahren Israeliten und das Gän Noel (ein Tractat über Jesaia 53) und keins von allen ist wahr; alle ihre Lehren können leicht widerlegt werden." Ich sprach darauf mit ihm von dem Unterschiede zwischen blos polemischen Büchern und der heiligen Schrift, und erbot mich, ihm die Hauptlehrendes Christenthums aus dem Alten Testament zu beweisen. Er hob die Dreieinigkeit hervor, aber nachdem ich ihm drei oder vier Stellen, welche dieselbe deutlich danhun, gezeigt hatte, warf er die Bibel auf die Erde und schrie: „Alles ist Lüge." Ich konnte die anderen Juden kaum zurück halten, ihn mit Gewalt aus dem Hause zu werfen; sie meinten, daß sie mit keinem Lästerer zusammen sein wollten. Nachdem ich sie aber beruhigt hatte, griff er das Geschlechtsregister unsers Herrn im Matthäus an, wegen der Auslassung der Namen dreier jüdischer Könige. Ich beantworte ihm