Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 7 (1851)
- Issue
- 10-11 (1851)
- Date
- 1851-01-01
- Page
- – (sequence 27)
- Language
- German
- Belongs to
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- Aleppo 1× ep/1047811
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geleitet, verschlingen sie mit gierigen Zügen. Daher kommt es, daß ich oft von Juden hören muß: „Ja, wir'können Ihnen nicht widersprechen, aber zur selben Zeit Ihnen auch nicht zugeben, daß sie recht haben." Die Umgegend von Bagdad ist abermals der Schauplatz des Raubens und Plünderns der Araber, selbst bis innerhalb der Stadtthore erstrecken sich die Raubzüge dieser unabhängigen und wandernden Söhne der Wüste, und Schafe, Büffel und.Pferde werden ungestraft geraubt. In der Nähe von Mosul haben sie unzählige Dörfer zerstört und verwüstet, und die Stadt selbst war mehrere Tage hindurch in einem Zustande der Belagerung; die kaiserliche Post, welche von 3VV Reitern begleitet war, wurde 8 Tage zurück gehalten, und die Regierung schickte nur Briefe, aber sonst nichts von Werth. Man sagt, das die Scenen, welche vor einigen Monaten in Aleppo sich zutrugen, sich hier wiederholen werden, und Christen und Juden sind deswegen voll Besorgnitz, aber ich glaube nicht, daß sich die Bewohner Bagdads zu einer Empörung erheben werden, außer wenn die Behörden die Kühnheit haben sollten, Leute zum Kriegsdienste ausheben zu wollen. Herr Missionar Brühl, welcher als Mitarbeiter des Herrn Predigers Stern nach Bagdad geschickt wurde, und daselbst Ende Juni anlangte, giebt uns auch einige Nachricht über den Anfang seiner Wirksamkeit. Wir theilen hier Einiges davon mit. Er schreibt: Nachdem nun wieder ein Monat meines Aufenthalts an diesem wichtigen und höchst interessanten Orte verflossen ist, will ich Ihnen nun sowohl die Ergebnisse, als auch einen allgemeinen Bericht meiner Arbeit wieder vorlegen, aber ich bedaure, daß keins von beiden meinen heißen Wünschen und Gebeten entspricht. Das Werk des Missionars Hier ist vorzüglich ein Werk der Geduld und deö Gebets; er muß säen in Hoffnung, und dann noch auf einen steinigen unfruchtbaren Boden mit der Erwartung und dem Gebete, daß der Allmächtige, welcher das steinige Herz umwandeln kann, und welcher verheißen hat, die verdorrte Wüste in ein lächelndes, fruchtbares und wohl bewässertes Thal zu verwandeln, auch hier seine Macht kund thun wolle zur Bekehrung