Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 7 (1851)
- Issue
- 10-11 (1851)
- Date
- 1851-01-01
- Page
- – (sequence 26)
- Language
- German
- Belongs to
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uns die Mission in Bagdad besonders interessirt, theils aber um die Freunde Israels damit zugleich zum Gebete für den Fortgang seines Werkes unter dem Alten Bundesvolke Gottes im Allgemeinen, und im Besondern für das Gelingen desselben in jenem entfernten Lande aufzufordern und zu ermuntern. Herr Prediger Stern schreibt unterm 15. August: Die Hitze, welche noch mit ungeschwächter Kraft fortdauert, ist eine schwere Prüstmg für unsere Gesundheit und Geduld, seit dem 1. August war es wirklich, als befänden wir uns in einem glühenden Ofen, so daß selbst viele Eingeborne, welche natürlich einen höheren Grad der Biegsamkeit für das Klima besitzen, doch als Opfer der brennenden Sonnenstrahlen gefallen sind.. Es lies sich erwarten, daß durch die ungewöhnliche Hitze des Sommers unsere Misfionsarbeiten einigermaßen gehindert werden würden; denn nach 11 Uhr Vormittags ziehen sich die meisten Leute zu einer Mittagsruhe zurück, welche die brennende Hitze des Nachts nöthig macht, » besonders für Asiaten, welche gewohnt sind, von den jedesmaligen 24 Stunden des Tages 12 oder 13 Stunden auf den weichen erschlaffenden Polster-Kiffen des Harems zu vergeuden. Ich bin jedoch dankbar dafür, daß wir dieser ungünstigen Jahreszeit ungeachtet unsere Familienbefuche fortsetzen, die heilsbegierigen Juden regelmäßig unterrichten und auch den Bücherladen täglich besuchen konnten, wo wir häufig Gelegenheit hatten zur Verkündigung der ewigen Wahrheit des Evangeliums. Nirgends, glaube ich, ist die Feindschaft gegen die Wahrheit Gottes und der Kampf gegen das, was in der Religion lieblich und geistlich ist, handgreiflicher sichtbar, als wo Betrug und Jrrthum sich künstlich mit dem Lichte und der Erkenntniß vermischt haben. Diese Wahrheit erfahre ich fortwährend in meinen Unterredungen mit Juden. Die erhabensten Lehren der Schrift verwerfen sie hartnäckig als, unvereinbar mit der endlichen Vernunft, aber die sonderbarsten Fabeln des Talmuds zu glauben sind sie sehr bereit. Das Wasser des Lebens aus der Quelle der ewigen Wahrheit zu trinken, weigern sie sich gottloser Weise, aber die ungesunden Wasser, durch den schädlichen Kanal eines verderbten theologischen Systems