Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 7 (1851)
- Issue
- 10-11 (1851)
- Date
- 1851-01-01
- Page
- – (sequence 17)
- Language
- German
- Belongs to
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161 Zeiten, über tausend erstandene und untergegangene Völker, über tausend erbaute und wieder zertrümmerte Throne und Reiche hinweg; Alles wechseltenur wir nicht in unserm Bekenntnisse, H Alles wich der gewaltigen Macht der Zeit, nur wir nicht, wir trugen es bis heute und fürder noch. Als freies, selbstständiges Volk empfingen wir dies Bekenntniß und haben es getragen als solches anderthalb Jahrtausende und ließön es nicht, als unsere Freiheit zur Knechtschaft, unsere Selbstständigkeit zur Gehörigkeit ward, ließen es nicht, als wir zum Hohn und Sprüchwort der Völker wurden, als Verfolgungen unerhörter Art über uns ergingen,2) aber ließen und lassen es auch nicht, da wir wieder geduldet, ftei, eingereiht den Völkern, Bürger des Staats, Glieder der Gesellschaft find. Sondern, meineFreunde, Front machte Israel zu aller Zeit für sein Bekenntniß und war es einer Welt gegenüber, nicht um anzugreifen, nicht um seine religiöse Ueberzeugung Andern, Vielen oder Wenigen aufzudrängen, niemals zog Israel das Schwert, Andere zu seinem Bekenntniß zu zwingen, niemals legte es den Fremdlingen iy seiner Mitte Ausschließungen auf,3) um sie zu seinem Glauben zu drängen, aber Front, um seine 2) Auch nicht zur Zeit Jeremias, des Propheten, wo das ganze Volk vom Herrn abgefallen war und sich dem Götzendienste oder dem Unglauben ergeben hatte? Oder auch nicht zurZeit des Propheten Elias, wo nur noch 7000 unter Israel übrig waren, die ihre Kniee nicht vor Baal gebeugt hatten? Oder auch da nicht, als sich Israel das goldne Kalb machte, bald nachdem es das Bekenntniß vom Herrn empfangen hatte? 2) Warum? Moses und die Propheten sagen uns, oder, vielmehr Gott selbst sagt uns durch Moses und die Propheten, darum, weil Israel das Gesetz und die Rechte des Herrn, seines Gottes vergessen, weil es sein Wort verworfen, weil es von Gott, dem Quell des Lebens abgefallen, also sein Bekenntniß nicht bewahrt haben kann. Herr vr. Philippson sagt das Gegentheil. Wer hat nun Recht, Gott oder Herr vr. Philippson? Wir meinen Gott, und er wird auch Recht behalten, wie sehr man sich auch gegen ihn auflehnk. 3) Auch nicht den Gibionitern (Josua 9), welche zu Holzhauern und Wasserträgern gemacht wurden? Hatten die Heiden und Fremdlinge und Gäste unter Israel gleiche Rechte mit den Juden? Warum dursten dann von.den Fremdlingen Leibeigene genommen werden, aber von den Juden nicht? 3. Mos. 25, 39 rc. Warum durften dann von den Heiden umher Leibeigene gekauft werden, aher nicht 11