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Dibre Emeth · 1851-01-01 · 10-11 (1851) · page 8

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
7 (1851)
Issue
10-11 (1851)
Date
1851-01-01
Page
– (sequence 8)
Language
German
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Heiligthums entstanden sind, auszufüllen, geben auch vor, daß diese Verordnungen ganz dem Geiste des mosaischen Gesetzes und dem Willen Gottes gemäß seien, und suchen dies mit vieler Spitzfindigkeit und mit großem Scharfsinn aus dem Worte Gottes zu beweisen und darzuthun. Aber daraus folgt doch noch keinesweges, daß sie auch wirklich' das Rechte getroffen haben, im Gegentheil beweist das geradedaß die Lehren der Rabbiner, oder die RabbinischeReligion, wie Herr vr. Philippson sich in Bezug aufs Christenthum auszudrücken beliebt, ihre ganze Grundlage nicht in sich, sondern außerhalb ihrer selbst hat. Wie viel näher nun aber das Christenthum dem Wosaismus steht, und wie es viel fester in den Heiligen Schriften Moses und der Propheten gegründet ist, als die talmudische Religion, das hat besonders Herr vr. M'Caul in seiner Schrift „Nethivoth Olam" oder wie sie in der deutschen Uebersetzung genannt wird, '„der wahre Israelit" schlagend nachgewiesen. Und wie überzeugend seine Gründe auch für die Juden sein müssen, das geht daraus hervor, daß bis jetzt keiner von ihnen auch nur versucht hat, ihn zu widerlegen, obschon die Schrift, die in verschiedene Sprachen, selbst auch in die Hebräische übersetzt ist, unter den Juden weit verbreitet und allgemein bekannt ist. Ist nun aber die talmudisch-jüdische Religion eine andere, ja eine wesentlich andere, als die Mosaische, wo bleibt dann ihre Ursprünglichkeit, ihre Selbstständigkeit, ihre Unabhängigkeit von andern Religionen und Confesstonen? Herr vr. Philippson antwortet zwar: „Wie es — das Judenthum nämlich — die Wahrheit und das Recht ursprünglich gelehrt hat, und damit der ganzen heidnischen Welt gegenübertrat, so ist es selbstständig und unabhängig geblieben, durch seine ganze Geschichte hindurch." Und vorher schon hatte er gesagt: „Ununterbrochen in diesen 1VV Generationen — oder über 3300 Jahre von Moses bis jetzt — hat sie — die jüdische Religion nämlich—durch alle Stürme und allen Wechsel der Zeiten und Zonen hindurch von Vater auf Sohn ihre Ueberlieferung fortgepflanzt, ihre geistbelebende Herrschaft geübt." Allein er giebt selbst zu, daß der Chaldäismus schon Einfluß auf das Judenthum geübt habe, aber das gelte doch mehr vom „allgemeinen

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