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Dibre Emeth · 1851-01-01 · 8-9 (1851) · page 28

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
7 (1851)
Issue
8-9 (1851)
Date
1851-01-01
Page
– (sequence 28)
Language
German
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über, daß die Rabbiner den Juden erlaubten Bibeln zu kaufenin welche, wie er sagte, ein Theil des Neuen Testaments ausgenommen worden sei. Darauf nahm er eine von unfern Bibeln, in deren Besitz der Rabbi war, und zeigte ihm die vermeintlichen Zusätze; aber der Rabbi zeigte ihm, daß diese Kapitel auch in den jüdischen Bibeln gestanden werden, und sagte ihm, wie sie verstanden werden müßten. Er ging jedoch sehr unbefriedigt mit des Rabbi's Erklärungen weg, und sagte, daß die Christen alle jüdischen Drucker bestochen haben müßten, diese Stellen aufzunehmen. Preuße«. Herr vr. B., — welcher die Juden in Leipzig während der Messe besuchte, hatte mit Juden aus verschiedenen Ländern sehr interessante Unterredungen. In seinem Berichte theilt er uns davon Folgendes mit; In Leipzig fand ich mancherlei Gelegenheit, meinen Brüdern nach dem Fleische das Evangelium zu verkündigen. Eine Unterredung, die ich mit einem Juden aus Bagdad hatte, Namens 2'v bia isbo (Bote von gutem Glück) war besonders merkwürdig. Er hatte kaum irgend einen Begriff von dem, was Christenthum ist, und noch weniger wußte er etwas von Christo und den christlichen Wahrheiten. Er war außerordentlich erstaunt, als ich ihm die Schriften der Propheten und ihre Beziehung zum Neuen Testamente erklärte; fortwährend rief er ganz erstaunt aus: foan (wunderbar)! Auch hatte ich mit einem Karaiten aus Odessa interessante Unterredungen, und ich bin der Meinungdaß kein Volk so bereitet ist, wie die Karaiten, die christliche Religion anzunehmen, weil sie von dem Sauerteige der Pharisäer und dem Aberglauben des Talmuds und der Rabbinen ftei sind. Sie sind einfache, anspruchslose Leute, und schließen sich leicht an Jemand an, der mit ihren Sitten, mit ihrer Geschichte und Literatur bekannt ist; auch sind sie weniger zum Disputiren geneigt, als die talmudischen Juden. Der gefährlichste Feind des Evangeliums, der Talmud, hat viel von seinem Einflüsse verloren, und selbst in Polen und Rußland

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