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Dibre Emeth · 1851-01-01 · 8-9 (1851) · page 27

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
7 (1851)
Issue
8-9 (1851)
Date
1851-01-01
Page
– (sequence 27)
Language
German
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sionswerk hier in Bewegung gesetzt wird. Sowohl die Eltern der Kinder, als auch ihre Freunde, besuchen oft die Schule, aber da sie dieselbe ohne meine Bewilligung nicht betreten dürfen, so müssen sie vorher zu mir kommen, und so habe ich Gelegenheit, viel mehr Juden zu sehen und mit ihnen zu sprechen, als ich sonst haben könnte. Im Verlaufe seines Tagesbuchs theilt Herr Lauria mit, daß ein Jude das göttliche Ansehen des Alten Testaments leugnete, weil es deutlich von Christo rede. Er schreibt darüber: Am 26. vorigen Monats ereignete sich ein sonderbarer Umstand, der der Erwähnung wohl werth ist, insofem er darthut, wie diejenigen Juden, welche mit den jüdischen Ausflüchten und Sophistereien nicht bekannt sind, erkennen, daß die Wahrheit des Christenthums im Alten Testamente deutlich enthalten ist. Ein Jude aus Klein-Asien, nicht unwissend in denTalmudischen Lehren, kam in einigen Geschäften hierher, und dann auch zu mir, um sich eine Bibel zu kaufen. Nachdem er sie bezahlt hatte, sagte er, er hoffe, daß sie nichts von Jesus von Nazareth enthalte. Ich antwortete, daß er ihn fast bei allen Propheten erwähnt finden werde. Als er das hörte, bat er mich sogleich um die Rückgabe seines Geldes; aber ich sagte ihm, daß er zuerst einige von diesen Stellen, auf die ich mich bezöge sehen müsse, und wenn er dann gegen dieselben etwas einzuwenden habe, dann wolle ich ihm sein Geld wieder geben. Ich zeigte ihm Jesaias 53 und Sacharjah 12 und 13, und nachdem er diese Kapitel zwei Mal gelesen hatte, wurde er etwas unwillig und sagte, daß er sich wundere, wie die Juden wagten, diese Bücher zu kaufen, und bestand darauf, daß ich die Bibel wieder zurück nehme. Ich versicherte ihm, daß diese Bibel ein treuer Abdruck von den ihrigen sei, aber er sagte, daß er sich nicht werde zum Narren machen lassen; denn wäre dem wirklich so, wie ich behauptete, so würden alle Juden Christen geworden sein. Da ich keine von Juden gedruckte Bibel bei der Hand hatte, so waren alle Beweisgründe nutzlos, und er ging, so bald als er sein Geld zmück erhalten hatte, hinweg die Juden fluchend, welche diese Bibeln kaufen. Darauf ging er zum Ober-Rabbiner, und beklagte sich, wie mir von Juden, die zugegen waren, versichert wurde, bei ihm dar-

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