Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 7 (1851)
- Issue
- 8-9 (1851)
- Date
- 1851-01-01
- Page
- – (sequence 26)
- Language
- German
- Belongs to
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niemals Zeuge von dem Bekenntnisse eines Juden gewesen waren, das er von seinem Glauben an den so lange verworfenen Messias ablegte, als auch deswegen, weil er vielen von ihnen persönlich, und von einer günstigen Seite bekannt war: Was mich betrifft, so habe ich nie einen so glücklichen Tag gehabt. Ich, der ich ftüher selbst den Namen unsers theuren Heilandes haßte und verachtete, habe das Vorrecht gehabt, in der Hand des gnädigen Gottes das Werkzeug zu sein , für Christum vier Seelen zu gewinnen. O, wie gross, wie unaussprechlich groß ist die Liebe, Barmherzigkeit und Güte unsers himmlischen Vaters gegen uns elende Sünder! Es ist keine geringe Genugthuung für mich, von den Juden zu hören, daß der einzige Fehler, den sie an dem Bekehrten finden, der ist, daß er ein Christ geworden ist, und daß er überdies noch zu. ihnen vom Christenthum redet, so oft er mit ihnen in Berührung kommt; aber dessenungeachtet lieben sie ihn, weil er ein gutmüthiger Mann ist. Ich hoffe zuversichtlich, daß er für einige unsrer noch umnachteten Brüder zum Segen werden wird. Er ist ein Schneider, ist geschickt in seinem Handwerke, und hat vor Kurzem einen Laden erösstiet, wo er gute Geschäfte macht und so im Stande ist, verschiedenen Juden in seinem Geschäfte Brod; zu geben. ' Ich fürchtete, daß die Bekehrung dieser-Familie, dem Fortgänge unsrer Schule, wenigstens ftir einige Zeit,. Einhalt thun würde; aber ich fteue mich sagen zu können, daß ste keine Unterbrechung erlitten hat, und diese Woche kamen sogar noch einige Juden mehr, die mich baten, ihre Kinder unmittelbar nach Ostern in die Schule aufzunehmen. , Ueber die Wichtigkeit der Schule schreibt Herr Lauria in seinem Tagebuche unterm 17. März: Nicht ohne Dank gegen den allbarmherzigen Gott kann ich die vielen und mancherlei Gelegenheiten erwähnen, die . ich zur Verkündigung des Evangeliums von unsrer Seligkeit gehabt habe. Und hier muss ich abermals bekennen, dass mir die Schule manche Gelegenheit .darbietet, mit Juden zusammen zu kommen, welche ich sonst vielleicht nicht gesehen haben würde. Die Schule ist. unter Gottes Beistand in der That die bewegende Kraft, durch welche das Mis-