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Dibre Emeth · 1851-01-01 · 8-9 (1851) · page 21

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
7 (1851)
Issue
8-9 (1851)
Date
1851-01-01
Page
– (sequence 21)
Language
German
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133 unter diesem angeschwollenen Strome von Leiden und Noch die schöne Standhaftigkeit eines Christen, und ohne die Angst, welche gleich einem Dorne in seinem Herzen wühlte, zu verrathen, unterwarf er sich demüthig dem Sturme, welcher jeden Strahl der Hofftmng in ihm zu vernichten schien. Das Ungewitter wüthet noch um ihn her, und neue Versuchungen erwarten seiner stündlich. Sein ältester Sohn, die eigentlichste Stütze seines Lebens, ist bereits von ihm entfernt worden, und die Juden dringen unabläßig in seine Frau und Kinder, ihn zu verlassen. Er sagt oft zu mir in seinem Kummer: „Ich habe keine Freunde, keine Verwandten, aber Christus ist mein Erlöser, und Er wird mich nie verlassen noch versäumen." Nach einem späteren Briefe des Herrn Stern, sind die großen Schwierigkeiten, mit denen der theure Bruder auf-feinem Posten zu kämpfen hatte, einigermaßen überwunden, und sein Werk scheint nun einen hoffnungsvolleren Blick in die Zukunft zu eröffnen. Er schreibt unterm 15. April: Indem ich die Begebenheiten des verflossenen Monats vor mir vorüberführe, fühle ich mich zum Danke verpflichtet, und fteue mich, sagen zu können, daß nichts Widerwärtiges sich ereignet hat, was mein Werk gehindert oder unterbrochen hätte. All die streitenden Elemente der Opposition, die bisher so mächtig gegen uns gewirkt haben, üben jetzt, wenn sie auch noch nicht völlig beruhigt und überwunden find, doch nur einen geringen Einfluß aus, während dir einfache Wahrheit der Schrift täglich mehr an Macht gewinnt. Gott entfernt sichtlich in seiner unendlichen Barmherzigkeit die Vorurtheile aus dem Herzen seines ungläubigen Volkes, und unterwirft es dem Gehorsam des Glaubens. Eine gute Anzahl Juden prüfen und suchen jetzt in der Bibel, und ohne mit Hartnäckigkeit an früheren Erklärungen und vorgefaßten Meinungen zu kleben, untersuchen sie mit Ernst und Auftichtigkeit die Lehren, die durch Moses und die Propheten offenbart-worden sind. Aus seinem Tagebuche wird uns nun Folgendes mitgetheilt: Den 18. März. — Ich ging in den Bücherladen, der in wenig Minuten von einer Menge Juden angefüllt war; sie hatten zur Verherrlichung des Purimfestes das rabbinische Gesetz buchstäblich

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