Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 7 (1851)
- Issue
- 8-9 (1851)
- Date
- 1851-01-01
- Page
- – (sequence 20)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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ISS wofür er sich sehr herzlich bedankte. Er versprach mir, mich künftige Woche zu besuchen, und sagte zur selben Zeit, er werde sich bemühen, daß mein Wunsch , die Conferenz betreffend, verwirklicht werde. So habe ich, unter dem Beistände Gottes, einen Feind meiner Arbeiten nicht nur versöhnt, sondern ihm sogar auch günstige Ansichten darüber beigebracht. Ihm, von dem aller Segen und Erfolg kommt, sei Preis und Ehre. Von dem Obigen werden Sie ersehen, daß der Herr den mächtigen Arm der Gegner zurückhält, und alle Versuche, unser Werk zu vernichten, vereitelt. Es ist wahr, ich kann nicht von vielen Seelen reden, die von Jrrthum und Sünde frei gemacht sind, nichts destoweniger ermuntern mich, wenn ich die Vergangenheit mit der Gegenwart vergleiche, die -günstigen Erscheinungen in meinem Werke und geben mir die Versicherung des Sieges. Der Geist der Finsterniß streitet in der That gewaltig gegen das ausgehende Licht, und ich zweifle oft, ob das letztere siegen wird, aber ich werde wiederum ebenso oft beschämt und gedemüthigt wegen meines Unglaubens. Der Herr hat bisher Alles auf eine geheimnißvolle und wunderbare Weise geleitet; die höchst bedrohliche Fluth ist aufgehalten worden, und ich hoffe, daß bald jedes Hinderniß beseitigt werden wird, und viele Hunderte dem Gehorsam des Glaubens werden unterworfen werden. In einem späteren Briefe, vom 15. März, theilt Herr Prediger Stern die Taufe Ezechiels mit, dessen im Vorhergehenden Erwähnung gethan wurde, als in dem Bücherladen beschäftigt. Die feierliche Handlung fand am Sonntage, den 9. März statt, und Herr Stern schreibt darüber Folgendes: . E— steht in Verbindung mit den reichsten und angesehensten Juden dieser Stadt. Seine Leiden und Versuchungen, auf die ich in frühem Briefen hingewiesen habe, waren mattigfaltig und zahlreich; denn eine zeitlang wurde er von seiner Frau getrennt, von seinen Kindern losgeriffen, verlassen von allen seinen Verwandten und Freunden und heftig verfolgt von den Juden; aber all diese Leiden und'Trübsale vermochten seinen Glauben nicht zu erschüttem, noch ihn von seinem Erlöser zu entfremden; er wurde auf Anstiften seiner Feinde ins Gefängniß geworfen, doch bewies er