Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 7 (1851)
- Issue
- 8-9 (1851)
- Date
- 1851-01-01
- Page
- – (sequence 13)
- Language
- German
- Belongs to
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135 erfüllen. Vor der Thür des ersten Eingangs lagen zwei steineme Löwen auf Fußgestellen und einige Schriftzüge waren daran verzeichnet, um den Namen des Tempels anzuzeigen: „Ts'hing-chin-sze," „Der Tempel der Wahrheit und Reinheit." Er gleicht einem Zeltgebäude; an beiden Seiten befinden sich zwei kleine Thüren für das Volk, um nach Belieben, oder zur Zeit des Gottesdienstes ein- und auszugehen. Ueber dem zweiten Eingänge steht geschrieben: „King wei haoU t'hsen," „Verehret den Himmel." An der Frontthüre liegen zwei steinerne Löwen, zu deren Rechten sich eine steineme Tafel mit alten und neueren chinesischen Schriftzeichen befindet; dahinter ist die Pan-fang (Ornament-Pforte) mit einer runden weißen Marmortafel an der Fronte der Pan-fang. An dem obem Theile der Frontthür steht geschrieben: „Fuh," „Seligkeit;" darunter: „Woo muh ting chung," „Erkenntniß, durchdringend den dunkeln Himmel." An beiden Seiten stehen leere Häuser, von denen einige eingestürzt find. Auf der andern Seite der Pan-fang (Ornamentthür) steht geschrieben: „King jo haou t'heen," „Verehret wie der Himmel;" darunter auf den Boden find steinerne Blumentöpfe und Dreifüße gestellt. Nachdem wir hier vorbei waren, erschien das „Tankan," Gitter aus weißem Stein mit dem Tempel; an jeder Seite desselben sind zwei steinerne Löwen. Wir fanden die Thür an der Vorderseite verschlossen und suchten sie zu öffnen, was uns jedoch nicht gelang. Dann kamen Männer und Frauen und fragten uns, warum wir aus so großer Entfernung gekommm wären? Wir sagten ihnen, es sei geschehen, mm das Verfallene zu untersuchen und wieder herzustellen. Sie zeigten uns ihre Briefe von dem Priester, die halb mit chinesischen und halb mit hebräischen Buchstaben geschrieben wären; auch erzählten sie uns, daß sie beinahe Hungers sterben müßten, seitdem dieser Tempel von dem Volke vernachlässigt worden sei. Es sind unter ihnen nur noch sieben Familiennamen vorhanden, wie: Chaou, Kaou, Le, Schih, Kie, Chang und E. Dies waren lauter gelehrte Leute. Nachdem .wir uns mit ihnen unterhalten hatten, öffneten sie uns die Thür des Tempels und wir gingen fröhlich hinein. Das Innere des Tempels ist wie folgt: Unmittelbar hinter der Frontthür steht eine Bank, hinter ihr ein hölzerner Kandelaber und ein Tisch mit