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Dibre Emeth · 1851-01-01 · 8-9 (1851) · page 12

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
7 (1851)
Issue
8-9 (1851)
Date
1851-01-01
Page
– (sequence 12)
Language
German
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134 erblickten wir die Pagode T'höe-ta-sze, und die Mauern erschienen prächtig und breit. Sobald wir in der Stadt angelangt waren, stiegen wir aus dem Wagen, um uns nach einem Gasthofe umzusehen. Nachdem wir einen gefunden und Alles in Ordnung gebracht hatten, gingen wir sogleich aus, um uns nach der jüdischen Synagoge umzusehen. Wir erkundigten uns nicht geradezu bei den Chinesen, sondern gingen zu einem Mahomedaner, um Mittag zu essen, und während wir aßen, ftagten wir, ob sie der Religion Mahomeds» oder der der Juden angehörten? Sie sagten: „wir sind Mahomedaner." Darauf ftagten wir, ob die T'heaou-kin-keaou, oder Juden hier seien? Sie sagten: Ja. Wir ftagten sie dann wieder, wo sie lebten und ihre Sze (Synagoge) gebaut hätten. Sie sagten: „Es sind jetzt sehr wenig Juden hier, nicht mehr als sieben Familien, und haben hier keine Sze-foo (Lehrer) mehr. Einige ihrer Bekenner find sehr arm, und einige, die etwas Geld hatten, öffneten Läden, um ihre Familien zu ernähren." Auch sagten sie uns, daß ihre Synagoge gerade bei den No-schin-meaou gegen südwestwärts stände. Wir gingen sogleich an den bestimmten Ort, und fanden Alles verfallen und keinen Pfennig werth. Die Bekenner des Judenthums leben alle in kleinen Häusern, und nahe an der Seite des Tempels wird viel Kohl getrocknet oder in der freien Luft aufgespeichert. Es waren meistens Frauen und Wittwen. Wir fragten sie, wie viel von ihren Leuten hier lebten, und ob ihr Sze-foo (Lehrer) noch lebte? Sie erwiederten: „Wir, die wir hier leben, sind die Bekenner (der Religion), aber unser Sze-foo, Lehrer, lebt nicht mehr hier. Unser Tempel ist verfallen, wir sterben beinahe Hungers." Wir ftagten: „Sind einige unter ihnen, welche das Hebräische lesen können?" Sie antworteten: „Vor einiger Zeit sandte uns unser Sze-foo, Lehrer, zwei Briefe; bringen Sie Ihren Brief morgen mit, daß wir ihn mit denselben vergleichen können." Wir gingen nun wieder in den Gasthof. Die Synagoge der Juden zu Kae-ftmg-foo ist ganz wie ein chinesischer Tempel mit Verzierungen rc.; an der Front und an den Thüren waren viele chinesische Schriftzeichen geschrieben. Den 10. Dezember. Heute Morgen gegen 8 Uhr gingen wir wieder in den Tempel der Juden, um die uns übertragene Pflicht zu

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