Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 7 (1851)
- Issue
- 8-9 (1851)
- Date
- 1851-01-01
- Page
- – (sequence 11)
- Language
- German
- Belongs to
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123 Bestreben, darauf zu sehen, daß Du in meinem Herzen regierst; dann wird, es gut mit mir stehen, wenn Du nur immer kommst, und wie Du nur immer kommst." Ja, meine Freunde, nicht unsere Ansichten über die Zukunft Christi, oder unsere Erklärungen der Weissagung, oder unsere Erwartungen irgend etwas Irdisches betreffend, sind es, welche unsre Stellung im Reiche Gottes entscheiden, sondern das, ob wir das Reich Gottes in uns haben, oder nicht, das Reich, welches Gerechtigkeit, Friede und Freude im heiligen Geiste ist, das Reich, das nicht mit äußerlichen Geberden kommt. Und wenn das Reich in uns ist, dann werden wir einander als Brüder bewillkommnen und lieben; wie verschieden wir auch sein mögen in der irdischen Politik, oder in Schrifterklärungen, oder in gewissenhafter Anhänglichkeit an besondere Zweige der sichtbaren Kirche, so werden wir doch uns gegenseitig und allen Gläubigen zurufen: „Gnade sei mit allen, welche unfern Herrn Jesum Christum aufrichtig lieb haben." *) Die B«-en in China. (Schluß.) Den 9. Dezember. Früh Morgens gegen halb vier Uhr machten wir uns auf den Weg, um in Saou-t'how-tseih zu ftühstücken, worauf wir unfern Weg nach Pan-leoug-ching oder Kae-fung-soo fortsetzten. Gegen 4 Uhr des Abends kamen wir in dieser Provinzialstadt an. Ehe wir das Tsaou-mun, östliche Thor, erreichten, *) Anmerk. d. R. Wir haben diese Rede — wie auch die vorhergehenden — vorzüglich deswegen in ihrem ganzen Umfange mitgetheilt, theils weil sich darin der entschiedene, freie, offne und sein Vaterland wahrhaft liebende, aber auch kindlich gläubige und biedere Charakter des Engländers so ganz ausprägt; theils weil in Bezug auf das Volk Israel und dessen gegenwärtige wie einstige Stellung zum und im Reiche Gottes Ideen darin ausgesprochen werden, die, wenn wir auch nicht damit übereinstimmen sollten, doch-einer ernsten Prüfung und Erwägung werth sind; und endlich auch deswegen, weil sie auf mich einen gewaltigen und segensreichen Eindruck machte, und ich mich des Gedankens nicht erwehren konnte, daß die theuern Leser dieses Blattes einen ähnlichen Eindruck erhalten und sich daher über die Mittheilung freuen würden. Gott gebe, daß dem so sei, und für einen jeden Einzelnen, wie fürs Reich Gottes überhaupt, und insbesondere für Viele unter feinem alten Bundesvolke Israel ein reicher Segen daraus erwachst