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Dibre Emeth · 1851-01-01 · 8-9 (1851) · page 8

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
7 (1851)
Issue
8-9 (1851)
Date
1851-01-01
Page
– (sequence 8)
Language
German
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ISO der nicht auch ein Gegner dieser vortrefflichen Gesellschaft gewesen wäre. Wie könnte es auch anders sein? Babylon und Jerusalem sind immer gegen einander gewesen. Das papistische Babylon und das heidnische Babylon sind Schwestern. — Bild und Gegenbild, Schatten und Wesen, und sind eins in ihrer Feindschaft gegen das Volk Christi, und gegen die Wahrheit Christi; daher ist es ein schlagender Zug und eine besondere Thatsache, daß in dieser Beziehung Rom weit davon entfernt ist, die Unterdrückung Israels zu verringern; es vermehrt dieselbe vielmehr. Denn es hat die hülflosen Juden zurück in das Ghetto geschickt, und sie wieder in das lebendige Grab eingeschloffen. Das ist der Ausgang der päpstlichen Freiheit. All die schönen Erstlinge, all die glänzenden Verheißungen von der Eröffnung der Thür für die Gefangenen und für die, welche gebunden waren, waren nur ein Theil von des Papstes antichristlicher Politik — der dünne Schleier eines vorgeblichen Liberalismus, welcher den finstern Despotismus verbarg, der darunter verborgen war. Und ich glaube, daß diejenigen, welche den größten Liberalismus auf ihrer Zunge und in ihrem Bekenntnisse haben, die größten Tyrannen im Herzen find; denn sie sehen gern die despotische Gewalt in ihren eigenen Händen, können sie ahn sonst nirgendwo anders dulden. Und ein solcher war der Liberalismus Pio Nono's, und als solcher hat er sich in seinen Erfolgen erwiesen. Noch ein anderer Zug ist mit Jerusalem verbunden, auf welchen ich aufmerksam machen möchte, und es ist das Letzte, womit ich Eure Aufmerksamkeit in Anspruch nehme. Dieser Zug ist der, daß gerade zur selben Zeit, wo Rom so mit dem Israel Gottes streitet, 'Israel mehr und mehr der Brennpunkt und Mittelpunkt des Lichtes wird für die morgenländische Welt. Auf diese Thatsache ist in dieser Versammlung noch nicht hingewiesen worden, obschon dies bei stüheren Versammlungen geschehen sein mag, aber es ist eine Thatsache voll Interesse und Verheißung, daß viele der morgenländischen Kirchen angefangen haben, so wunderbar nach der reinen Wahrheit zu dürsten und sich nach der Gemeinschaft mit der protestantischen Kirche Englands zu sehnen, daß auf diese Veranlassung die kirchliche Msstonsgesellschast den Beschluß gefaßt hat, Jerusalem zum Mittelpunkte ihrer Misstonen in dem östlichen Welttheile zu machen. So

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