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Dibre Emeth · 1851-01-01 · 8-9 (1851) · page 9

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
7 (1851)
Issue
8-9 (1851)
Date
1851-01-01
Page
– (sequence 9)
Language
German
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wird das Gesetz und Evangelium, welches am Anfänge von Jerusalem ausging, gleicherweise wiederum von Jerusalem ausgehen. Die natürliche Sonne gehet im Morgen auf und geht gen Abend, und bestrahlet auch unsere entfemte Insel im Meere. Unfern Augen unbemerkt kehrt sie wieder nach dem Morgen zurück, geht da nach unserm Begriffe wieder von Neuem auf und kommt mit einem neuen Tage zu uns zurück. Für die Kirche giebt es auch „zwei Tagesanfänge aus der Höhe." Der erste war verbunden mit der Sonne der Gerechtigkeit in seiner Demuth und Niedrigkeit; der zweite wird mit seinem Kommen, sei es persönlich oder geistig, in den letzten herrlichen Tagen verbunden sein. Der erste Tagesanfang aus der Höhe ging von Jerusalem aus; der zweite Tagesanfang aus der Höhe beginnt den östlichen Himmel zu röchen mit dem hellen Glanze, welcher den Triumph und die Herrlichkeit in den letzten Tagen verkündet und herbei führen wird. Ja, und die Augen des Volkes Christi sind nach Jerusalem gewendet. Gleich den Morgenvögeln, die mit dem ersten Dämmern des Tages erwachen, und ihre kleinen Kehlen stimmen, und ihre Lieder empor wirbeln, um den Anbruch des Tages zu bewillkommen, so beginnen Viele, Lieder der Hoffnung und Lieder des Dankes für Zion zu singen! So soll es sein. Die Eulen und Fledermäuse, welche in Babylon nisten, werden sich beim Anbruch des Tages verkriechen und kreischen. Ihre Begleitung ist kein schlechter, kein unangemessener Baß für den Gesang des Triumphs, mitwelchem die Gläubigen den Anbruch des Tages aus der Höhe für Israel begrüßen werden. My Lord , wenige der nächsten Jahre werden das Schicksal Englands entscheiden. Wenn wir unfern protestantischen Grundsätzen treu bleiben; wenn wir treu bleiben im Wohlthun, in der Liebe, in Sanftmuth, in Geduld und im Gebet; aber doch mit Kühnheit, mit Entschiedenheit, mit Ehrlichkeit und mit Männlichkeit unserm großen Gegner begegnen und ihn bekämpfen, so glaubeich, daß England den Gerichten der letzten Tage entgehen wird, welche Europa verwüsten, England aber verhältnißmäßig unberührt lassen werden. So war es bei jenen Revolutionen und großen Bewegungen, von denen wir vor einigen Jahren Zeuge gewesen, find. Damals war ganz Europa tief erschüttert, aber England war ruhig;

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