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Dibre Emeth · 1851-01-01 · 8-9 (1851) · page 7

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
7 (1851)
Issue
8-9 (1851)
Date
1851-01-01
Page
– (sequence 7)
Language
German
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das Papstthum darf nicht insbesondere seiner Feindschaft gegen phy- ' fische Vergrößerung zugeschrieben werden, noch seiner Auflehnung gegen Freiheit und Wachsthüm des Verstandes; auch nicht seinem Widerstande gegen den Fortschritt und die Erhöhung eines Volkes, noch seiner Opposition gegen das allgemeine Wohl; meine größeste Opposition gegen das Papstthum ist daher entstanden, weil ich es für den größten Gegner meines Herrn und Meisters halte. Ich halte es für einen großen Nebenbuhler des Evangeliums und für einZerrbild Jesu Christi. Und ist es nicht eine bezeichnende Thatsache, daß das Papstthum überall und in jeder Gestalt und Form feindselig gegen die Juden ist? Wer waren diejenigen, welche der Errichtung eines protestantischen Bisthums in Jerusalem entgegen traten? Es waren die Römlinge in der Kirche Englands. Wer waren dieienigen, welche die Maßregel in die Länge zogen, welche zu verhindem suchten, daß sie zur Ausführung gebracht wurde, welche sie verunstalteten, als sie ausgeführt war, und dem Bischöfe, der ganz besonders frei sein sollte; eine Zwangsjacke anlegten, so daß nun selbst der Bischof Gobat sagt, daß er in Folge der Beschränkungen, die ihm auferlegt sind, nicht gegen die Kirchen des Morgenlandes handeln kann, wie es seine Pflicht sei, wer waren diejenigen, die Alles dies thaten? Es waren diejenigen Männer, welche von Rom gelernt haben, die Tradition fast mehr zu lieben, als das geschriebene Wort; die Männer, welche von Rom gelernt haben, für die materielle Baukunst größere Sorge zu tragen, als für den geistlichen Bau; die Männer, welche von Rom gelernt haben, mehr über die Haltung, Stellung, Kleidung und Mode des Priesters nachzudenken, als über das herrliche Vorbild, welches er tragen sollte; die Männerwelche der Uebertragung einer vorausgesetzten Wirksamkeit durch den telegraphischen Draht einer eingebildeten apostolischen Succession größer» Werth beilegen, als der ausdrücklichen und lebendigen Berufung des Geistes Gottes zu dem hohen Amte der Verwaltung der Wahrheit, wie sie in Christo Jesu ist. Die Männer, welche diese Dinge -von der Kirche Roms gelemt haben, haben auch von ihr den Streit gegen die Juden und die Opposition gegen die Bekehrung der Juden gelernt, und ich bin nie einem ächten Traetarianer begegnet.

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