Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 7 (1851)
- Issue
- 8-9 (1851)
- Date
- 1851-01-01
- Page
- – (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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118 Davids und keine Makkabäer mehr hatte? Nein, das war nicht das Geheimniß seines Verfalls und Sturzes; sondern Gott hatte es verlassen, weil es ihn verlassen hatte. Und wie die Römer Israel zerstörten wegen seiner Untreue, so auch, wenn die Römlinge England zerstören, wird es nur seiner Untreue wegen geschehen. Wir haben nichts von den Horden Rußlands zu fürchten; wir haben nichts zu fürchten von den Bajonetten Oestreichs; wir haben nichts zu fürchten von den finstern Kabalen der Jesuiten; wir haben nichts zu fürchten von den eitlen Drohungen und den Großsprechereien des Papstes von Rom. Aber ich will Euch sagen, wovor wir uns zu fürchten haben. Wir haben uns zu fürchten vor unserm eigenen Unglauben und unserm Weltstnne, vor der Ausflucht, daß wir uns in die Zeit schicken müssen, vor unsrer Kälte gegen die Ehre Christi im Vergleich zu der Eifersucht für unsre eigene Ehre. Erwäget den Kontrast. Als der Papst nur den König aller Könige und Herrn aller Herren damit beleidigte, daß er sein Wort verbannte, und sein Volk verfolgte, saß England still in ungestörter Ruhe. Es schien ganz gleichgüllig zu sein. „Wohl, es möchte so sein, es war eine Sache der Religion, und wir hatten kein Recht, uns in Religionssachen zu mischen." Sobald aber die Oberhoheit unsrer Königin angegriffen wurde, brach ein allgemeiner Sturm eines edlen Unwillens aus; das christliche England stand auf als Ein Mann, und es that wohl. Was es nur immer erheben, was es nur immer sammeln konnte, war gut. Es war von Gott, und nicht von Menschen, und keine große Bewegung dieses Volkes ist von Unten. Nein, sie ist von Oben für die Freiheit gegen die Sklaverei; für das Licht gegen die Finstemiß, für die Wahrheit gegen den Jrrthum, für das Wort Gottes gegen die lügenhafte Tradition der Menschen, für die Oberhoheit der Könige und Königinnen, als die dem Herrn allein gebührt, gegen die anmaßende Usurpation des vorgeblichen Stellvertreters und Bischofs Christi. Aber während ich mich fteue, daß wir aufgeweckt worden find selbst durch den Angriff auf die Oberhoheit der Königin, beklage ich es tief und schäme mich, daß wir nicht vielmehr aufgeschreckt wurde» durch die vielfachen Angriffe auf den König aller Könige und Herrn aller Herren. Meine eigene kräftige Opposition gegen