Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 7 (1851)
- Issue
- 8-9 (1851)
- Date
- 1851-01-01
- Page
- – (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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115 erschien, welcher von seinem Krankenbette aufgestanden war, um sich unter seine Mitgenoffen zu mischen, die bisher gewohnt waren, ihn nur auf.der Börse und auf Geschäftsgängen zu sehen, daß dieser Jude zu dem Zwecke erschien, um gleichsam sterbend ein Zeugniß gegen den Antichristen abzulegen, und in der Hoffnung, das christliche England aufzumuntern und anzuregen, fest und sicher zu stehen gegen den letzten großen Versuch des gewaltigen Geheimnisses der Bosheit, um das herrliche Geheimniß der Gottseligkeit in unserm Lande zu vernichten. Denn, mp Lord, wir mögen die Sache vermummen, wie wir wollen, und sie in weiche, feine, seidene Ausdrücke des uneingeschränkten (lalitnämkueisn) Liberalismus kleiden, wie das Volk möchte, das ist und bleibt deutliche, ehrliche, offene, sächsische Wahrheit, daß in diesem Augenblicke die zwei großen Gegner in der Welt die sind: das Geheimniß der Gottseligkeit auf der einen, und das Geheimniß der Gottlosigkeit auf der andern Seite. Wo Sie nur immer das erhabene Wesen des einen finden, werden Sie auch den riesenhaften Schatten des andern finden. Die beiden nähern sich mehr und mehr im tödtlichen Kampfe. Denen, welche dem Geheimnisse der Gottseligkeit trat bleiben, wird Gott treu bleiben; und denen, welche dem Geheimnisse der Gottlosigkeit treu bleiben, wird Gott auch treu bleiben, sie zu vernichten, wenn sie darin verharren. In dieser Hinsicht begegnete einem Missionare dieser Gesellschaft ein interessanter Zufall in Rom selbst. Er war daselbst bei dem Oberrabbi, einem Manne von Ansehen, Gelehrsamkeit und Einfluß unter seinem Volke. - Der Missionar erwähnte dem alten Manne gegenüber Englands, und seine Augen glänzten vor Freude, und eine Thräne perlte auf seiner Wange, indem er sagte: England, England! Ich liebe England! England ist der Vertheidiger der Freiheit und der Freund Israels. Ich wollte lieber in England die ärmste Hütte bewohnen, als den glänzendsten Palast in diesem elenden Lande der Sklaverei und Finsterniß." Nun, das war ein edles Geftihl! das macht einen stolz — nein, wir sollen auf nichts stolz sein, — sondem dankbar ein Engländer zu sein. Ich lasse aus der Tiefe meines Herzens dem Rabbi das Gefühl zurück ertönen. Ich würde lieber de» .ärmsten Keller in ein« Lumpenschule Ihrer Nach- 8*