Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 7 (1851)
- Issue
- 8-9 (1851)
- Date
- 1851-01-01
- Page
- – (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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116 barschast zur Wohnung haben, my Lord, und die Himmelsluft stet athmen; frei Gott verehren nach meinem Gewissen, meine Bibel haben in meiner eigenen Muttersprache, und in Freiheit und ohne Hinderniß von irgend Jemand mit meinen Mitchristen zusammen kommen und anbeten; ein freies Urtheil und ein freies Gewissen haben; Freiheit haben, die Wahrheit zu erkennen, Freiheit die Wahrheit zu lieben, Freiheit nach der Wahrheit zu leben; als des Papstes eigenen Palast — den Vatikan — Gebt mir Alt-England mit der Freiheit, der protestantischen Freiheit; mit der Wahrheit, der protestantischen Wahrheit; mit der Gottseligkeit, der protestantischen Gottseligkeit; mit der Königin, unsrer Königin von Gottes Gnaden, nicht von Gnaden des Papstes zu Rom, — gebt mir diese Eigenschaften und Zustände des Glücks und der Größe, und Rom mag alle seine Paläste, all seine Scharlachdraperie, all seine mannigfachen Bilder, all seine herrlichen Bildsäulen behalten. Alle diese Dinge sind für den fteien, unsterblichen Geist nichts. Wir wollen Geist, nicht Leib haben; wir wollen unvergängliche, nicht sinnliche und vergängliche Dinge haben. O, ich wünschte, daß es im Unterhause erwähnt würde, wie edel der jüdische Rabbi die wirkliche Größe und Glückseligkeit Englands beschrieben hat, als er'sagte, daß er lieber die ärmste Hütte in England, als den kostbarsten Palast in Rom besitzen möchte; denn in England würde er frei sein, während er in Rom ein Sklave der Sklaven sein müsse. Und ich fühle mich vollkommen befriedigt, daß, wie mein Freund Herr Nolan so schön und geschickt dargethan hat, die Sache der Juden das Gemüth mehr und .mehr zur Schrift hinführt; und ich möchte dem Gedanken noch als Zugabe hinzusügen, daß sie das Gemüth mehr und mehr auf einen Theil der Schrift leitet, der viel zu sehr vernachläßigt, und viel zu wenig erforscht worden ist — auf die Schriften des Alten Testaments. Es giebt viele Leute, und dazu christliche Leute, welche die Schriften des Alten Testaments behandeln, als wären sie veraltet und unnütz, und als ob wir mit ihnen nichts mehr zu thun hätten. Aber, my Lord, wir können das Neue Testament nicht verstehen, wenn wir nicht zuvor das Alte verstanden haben. Wir können den herrlichen Tempel in seinem Ebenckaaß und Verhältniß nicht begreifen; wenn wir den Grundstein aus der Acht lassen, von welchem aus