Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 7 (1851)
- Issue
- 6-7 (1851)
- Date
- 1851-01-01
- Page
- – (sequence 22)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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gemiethet war, um sie direkt nach Tsshing-kLang-poo zu bringen, einer Stadt in der Präfectur Hwan-gnan-foo, an den Ufern des großen Kanals gelegenwo er sich mit dem gelben Fluße vereinigt. Um diesen Ort zu erreichen» benutzten sie den großen Kanal, welcher durch die Städte Soo-chow, Chang-chow, und Chin-ksang-foo geht, wo er den großen Fluß Dang-tße-keang kreuzt und seinen Lauf in einer nördlichen Richtung von Aang-chow-foo, Kaou-yew und Paou-ying vorbei nimmt, bis er den gelben Fluß erreicht. Auf diesem Punkte angekommen , mußten sie nun ihre Reise zu Lande fortsetzen, zu welchem Zwecke sie sich einen Wagen mietheten, der von zwei Maulthieren gezogen wurde; und indem sie dem Laufe des gelben Flußes folgten, bald auf dem nördlichen, bald auf dem südlichen Ufer, erreichten sie den Ort ihrer Bestimmung. Die Reisenden beschreiben den gelben Fluß als so seicht zu der Zeit, daß er an einem Orte mit dem Wagen passirt werden konnte. Seine Ufer sind jedoch sehr hoch, und viele Zeichen schienen darauf hinzudeuten, daß er während der Regenzeit dieselben überfluthet habe, wie dies sich kund giebt an den Sümpfen und Lachen, welche an seinem Laufe entlang in zahlreicher Menge vorhanden sind, und in deren Mitte Gartenbäume und die Ueberbleibsel von eingefallenen Häusern zu sehen sind. Das Land ist folglich in der Nähe des Flußes nur dünn bevölkert, und die wenigen Einwohner, die da sind, sind äußerst arm und elend. Oerter, die auf der Karte als Bezirksstädte angegeben sind, zeigten sich den Reisenden nur als ein Haufen mit Stroh gedeckter Hütten, mit völlig verfallenen Mauern, die sie einst umgaben, und hie und da mit einem einsamen Thorwege, um anzuzeigen, was einst hier bestand. Die Wege waren sehr schlecht, in Folge dessen der Wagen ensetzlich stieß; bisweilen fuhren sie auf der Höhe des Ufers entlang, bisweilen verfolgten sie das Bett des Stromes in den Theilen, welche, nachdem das Wasser zurückgetreten, trocken waren. Bald ging der Wagen knietief im Sande, bald über rauhe Steine. Ihr Kutscher, den sie bei guter Laune zu erhalten suchen mußten, bestand darauf, jeden Morgen um drei oder vier Uhr auszufahren, was an den finstern und kalten Wintertagen nichts weniger als angenehm war, und es wurde gewöhnlich Mittag, ehe sie einen Ort erreichen konnte», wo