Mannheim
Compact Memory

Dibre Emeth · 1851-01-01 · 6-7 (1851) · page 15

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
7 (1851)
Issue
6-7 (1851)
Date
1851-01-01
Page
– (sequence 15)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
99% known words query
IRI
…/2554541-2554626-2554631--01465-2557304
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

SS diesem Lichte betrachten: — ich möchte die Zahl der Borträge, die über die prophetischen Weissagungen gehalten worden find, aufzählen, und ich glaube, sie würden alle den Grundsatz vertheidigen, daß , in demselben Maße als Jemand das Volk Israel beachtet, auch sein Gemüth auf die Geheimnisse des Wortes Gottes hingelenkt und in denselben unterwiesen werden wird. Der Segen wird über ihn kommen, daß in demselben Maße als er Theilnahme für Israel fühlt, sein Herz auch in solchem Umfange von der großen Macht der Wahrheit Gottes erwärmt, und so Gottes Wille, seine Heiligung, an ihm vollendet werden wird: „Heilige sie in Deiner Wahrheit, Dein Wort ist Wahrheit." So, my Lord, überlasse ich diese zwei wichtigen Punkte der Betrachtung der Versammlung. Die Bibel sorgfältig lesen, heißt Israel inniger lieben, und Israel lieben trägt bei zum bessern Verständniß ver Bibel. Um Eurer selbst willen, um Eurer eigenen Seele willen, um Eurer eigenen Ruhe willen bitte ich Euch, der heiligen und herrlichen Sache des geliebten Volkes Gottes eine allgemeine und großmüthige Unterstützung zu gewähren. Beim Anblick des Judenthums in der gegenwärtigen Zeit giebt es Vieles, das Eure Sympathie und Erwägung verdient. Seine Gefangenschaft ist weiter in die Länge gezogen worden, und ist furchtbarer und trostloser als in den frühesten Zeiten. Die Gefangenschaft in Egypten wurde vorher verkündigt; ihr wurde eine Grenze gesetzt; Moses stand vor dem Riß. Es war ein Kern von Nationalität vorhanden. Zu andern Zeiten hatten sie das edle prophetische Feuer eines Hesekiels, die Standhaftigkeit eines Daniels, woran sie sich erquickten. Und selbst in den Leiden unter Antiochus Epiphanes, welche nur drei Jahr und zehn Monate dauerten, erfreuten sie sich der ritterlichen und patriotischen Makkabäer. Aber jetzt, da ist kein Prophet, da ist kein Zeichen, da ist Niemand, der ihnen sagen könnte, wie lange die Stämme sich in ihrem eigenen Lande — das noch nicht ihr eigen ist — unter der Fremden Joch bücken müssen. Haben wir Heidenchristen keine Verantwortlichkeit für Israel überkommen? Merket Euch Sacharjah: „Ich habe sehr geeifert über Jerufalem und Zion; aber ich bin sehr zornig über die stolzen Heiden; denn ich war nur ein wenig zornig, sie Oer halfen zum Verderben." Rnd Jesajas

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.