Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 7 (1851)
- Issue
- 6-7 (1851)
- Date
- 1851-01-01
- Page
- – (sequence 13)
- Language
- German
- Belongs to
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SS den Urtheils, seiner Frömmigkeit und Gelehrsamkeit. Aber ich meine, die Anekdote beweist meine Behauptung, nämlich, daß gerade in dem Maße, als wir dahin gebracht werden, die Aussprüche Gottes genau und sorgfältig zu studiren, auch die Sache Israels in ihrer Noth um Hülfe bestimmter hervortreten muß. Sein Gemüth wurde nothwmdiger Weise auf ein gründlicheres Studium derjenigen Theile der Schrift geleitet, die von der künftigen Bestimmung Israels handeln. Diese Materialien häuften sich, ihm zum Trotz, sein Gemüth war von diesem Gegenstände erfüllt, und als sich die Gelegenheit darbot, machte sich sein glühender Eifer Luft in jener ausgezeichneten Predigt. Nun möge es mir auch ^erstattet sein, noch einen Schritt weiter zurück zu gehen, und auf die Autorität des gelehrten Bischofs Butler hinzuweisen. Im ersten Theile seines Werkes über die Macht der Moral (Moral - Government) macht er eine Anspielung auf das jüdische Volk, die nach meinem geringen Urtheile unverständlich und unanwendbar ist, wenn man sie nicht aus die Wiederherstellung der Juden bezieht. - Doch ich komme zu dem siebenten Kapitel des zweiten Theiles, das von den besonderen Beweisen des Christenthums handelt. In diesem Theile, wo er seinen allgemeinen Beweis zusammen faßt, den Einwand, der, wie man voraussetzen kann, vom Unglauben erhoben werde könne, widerlegt, und die Beweisgründe nachdrücklich hervorhebt, welche sich dem oberflächlichsten Forscher in der Schrift, wenn er das heilige Bnch auch zum ersten Male lese, von selbst empfehlen, — in diesem Theile faßt er die Geschichte Israels sowohl in Bezug auf die Vergangenheit, als auch auf die Weissagungen der Zukunft zusammen, und schließt das Ganze mit den merkwürdigen Worten: „Dinge dieser Art lenken natürlich die Gedanken ernster Menschen auf die volle Erfüllung der prophetischen Geschichte, betreffend die endliche Wiederherstellung dieses Volkes, betreffend die Gründung des ewigen Reiches unter ihm, — des Reiches des Messias, und den künftigen Zustand der Welt unter dieser heiligen Herrschaft." Dies beweist wieder, daß jemehr unsere Gemüther auf das Studium der Bibel gerichtet sind, desto bedeutsamer muß uns die Größe und Wichtigkeit unseres Gegenstandes, die Juden betreffend, erscheinen. Ich meine dies gezeigt zu Haben in dem Ursprünge des