Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 7 (1851)
- Issue
- 6-7 (1851)
- Date
- 1851-01-01
- Page
- – (sequence 11)
- Language
- German
- Belongs to
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straßen und an die Zäune Boten, schnelle Boten zu senden mit dem Worte Gottes in der Hand, der Liebe Gottes im Herzen, und dem Namen des Sohnes Gottes auf ihren Lippen — sie zu ermahnen, von ihrem bösen Wege umzukehren und den lebendigen Gott zu suchen, — den Gott, den sie unbewußt verehren, den wir ihnen aber predigen, sie ermahnend Buße zu thun, sich taufen zu lassen und den Namen des Herrn anzurufen, den alleinigen Namen, der unter dem Himmel den Menschen gegeben ist, darinnen ein Sünder, er sei Jude oder Heide, selig werden kann. Dies, my Lord, ist in Kurzem der Gegenstand und das Ziel dieser Gesellschaft. Es giebt aber auch einen weiteren Kreis, es giebt einen Zufluß des Lichts und der Hoffnung und der Verheißung des Künftigen, der uns erheitert mitten in der Düsterheit der Gegenwart, und uns belebt mit dem Glanze dessen, was noch verheißen ist, — daß er sich „herrlich darinnen erzeigen will," — daß er „eine feurige Mauer um sie her sein will." Und auch selbst hier werden wir nicht vergessen dürfen, weil es „nach der Ehre" ist, daß diese Größe für uns bestimmt ist. Die Vollendung ist aufbewahrt bis er die Verheißung, Israel gegeben, erfüllt hat, bis die, welche verlassen ist und gehaffet wird so, daß Niemand zu ihr hineingehen mag, zur ewigen Zierde und zur Freude vieler Geschlechter werden wird. My Lord, das ist ein Gegenstand zur Versuchung, aber ich muß Selbstverleugnung und Mäßigung üben und vorwärts gehen, und ich wünsche nur, daß Sieden Grundsatz festhalten, daß je sorgfältiger man das Wort Gottes studirt, desto mehr Licht sich über die Bestimmung Israels verbreiten muß. Im letzten Jahrhundert, als die Bibel, insoweit es ihr Studium und den praktischen Gebrauch betrifft, beinahe ein versiegeltes Buch war, in diesem Jahrhunderte wurde wenig fiir die Juden gethan. Leide'r! my Lord, wurde auch nicht viel für die Heiden gethan. Aber sobald es Gott gefiel, die Gemüther der Menschen auf das Studium seines Wortes zu lenken, drückte uns auch die Nachläßigkeit der Vergangenheit, und diese geehrte und ehrenwerthe Gesellschaft tritt mit unter den ersten Anstrengungen einer erneueten und auf die inspirirten Aussprüche zurück geleiteten Aufmerksamkeit ins Leben. - Es wird mir erlaubt sein, zum Beweise dessen einer interessanten Anekdote Erwäh-