Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 7 (1851)
- Issue
- 6-7 (1851)
- Date
- 1851-01-01
- Page
- – (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 98% known words query
- IRI
…/2554541-2554626-2554631--01460-2557299- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
90 derer Beziehung auf Israel, für uns hat, kommt daher, daß wir unvermeidlich in innige Berührung mit dem Worte Gottes kommen. Dies ist für mein Gemüth immer ein so merkwürdiger Zug gewesen, daß ich nicht umhin kann, es überall zu wiederholen, wo ich nur immer Gelegenheit habe, meine schwache Stimme in Betreff dieser mächtigen, herrlichen und endlich auch erfolgreichen Sache zu erheben. Wir sehen zurück und finden, daß Israel, ich hätte beinahe gesagt, beim Anfänge anfängt; und wir sehen vorwärts, und wir bemerken, daß es von eben solcher Bedeutung für die Zukunft ist, wie wir eS in seiner Zerstreuung in der Vergangenheit gesehen haben. Das Wort Gottes ist unser Führer auf jedem Schritte in Israels ereignißvoller Geschichte. Und es ist dasselbe reine Wort der Weissagung, das Licht, das da scheinet in einem dunklen Ort, auf welches wir hingewiesen und gerichtet werden als das, was unsere Hoffnungen leitet, und unsere Erwartungen erweckt, in Bezug auf das, was kommen soll. Gott hat seine Sorgfalt ganz besonders der Bestimmung Israels zugewandt, und wenn wir den Spuren der Führungen Gottes auf unsem eignen Pfaden nachgehen wollten, so ist es der Stern Israels, von dem wir als Heidenchristen in der Erwartung der großen Dinge, welche der Herr in den letzten Tagen vollbringen wird, recht geleitet werden. Es find zwei große harmonirende Züge des Vorschreitens, die uns in der Bibel dargestellt werden. Gott besucht jetzt uns Heiden, um'aus uns „ein Volk anzunehmen zu seinem Namen." In Verbindung damit ftagen wir mit dem Apostel: „hat denn Gott sein Volk verstoßen?" Der warme Patriot, erhoben von der Begeisterung seines Gegenstandes, sagt: „Das sei ferne! denn ich bin auch ein Jsraeliter, von dem Samen Abrahams, aus dem Geschlecht Benjamins." Und dann weist er die Wahrheit nach, auf welche ich aufmerksam mache, daß selbst damals ein Ueberbleibsel war nach der Wahl der Gnaden. Das Uebrige, das aus den Juden genommen war,, ist gleichbedeutend mit dem „Er hat angenommen ein Volk auö den Heiden zu seinem Namen." Es sind, my Lord, die Uebriggebliebenen, mit denen es die Gesellschaft zur Verbreitung des Christenthums unter den Juden besonders zu thun hat, — es ist ihre Aufgabe, das Uebrige zu vermehren, — es ist ihre Aufgabe, auf die Land-