Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 7 (1851)
- Issue
- 5 (1851)
- Date
- 1851-01-01
- Page
- – (sequence 14)
- Language
- German
- Belongs to
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78 Betrüger durch die wichtige mitwirkende Hülfe, die ich in dem Chacham Bascha finde, werden offenbar werden. In dem Jndustriehause habe ich gegenwärtig vier Zöglinge. Sie sind scheinbar aufrichtig und wünschen sehr, getauft zu werden; aber die Furcht, daß irgend ein Ereigniß eintreten könne, wobei sie von dem Missionare nicht die Hülfe zu erwarten haben, welche ihnen die Juden allezeit gewähren werden, macht mich vorsichtig und bedenklich, irgend einen zu früh zur heiligen Taufe zuzulassen. Ich muß hier jedoch bemerken, daß ich kein Bedenken tragen würde, auch den ärmsten, von dessen Liebe zu Gott und vollkommenen Wlauben an den Heiland, ich überzeugt wäre, in die Kirche Christi aufzunchmen. In einem spätem Briefe, vom 13. Dezember, schreibt Herr Stern: Gegenwärtig habe ich fünf Zöglinge in dem Jndustriehause, von denen vier gegen vier Monate regelmäßigen Unterricht genossen haben, und zur Taufe vollkommen vorbereitet sind; aber ich nehme Anstand, sie zu diesem heiligen Sakramente zuzulaffen, bis ich ein größeres Verlangen bei ihnen wahrnehmen werde, auch ihre Frauen und Kinder zu Theilnehmern derselben kostbaren Gnadengabe zu machen. Wie alle Juden im Morgenlande betrachten sie ihre Frauen als niedere Wesen, unwürdig der Segnungen häuslichen Glücks, oder höherer und geheiligter Vorgefühle der künftigen Seligkeit. Zwei von ihnen haben jedoch gelegentlich an den Freitag und Sonnabend Abenden ihre Frauen mitgebracht, wo ich dann interessante Gespräche mit ihnen hatte. Die Juden haben sich bemüht, sie durch Bestechungen und Versprechungen zu verführen und an sich zu locken, aber sie blieben Christo und dem Evangelio fest und treu ergeben, und zeigten mitten unter den Versuchungen und Entbehrungen Merkmale der Aufrichtigkeit und Reinheit ihrer Beweggründe. Die größte Schwierigkeit ist, sie mit den nöthigen Mitteln des Lebensunterhalts zu versehen. Das Handwerk, das sie lernen (Seidenspinnerei) ist das einzige, das ohne europäische Meister oder Werkzeuge gelehrt werden kann; es wird als ein anständiges Handwerk betrachtet, und wenn die Abgaben und Zölle nicht so übermäßig groß wären, so würde es