Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 7 (1851)
- Issue
- 5 (1851)
- Date
- 1851-01-01
- Page
- – (sequence 13)
- Language
- German
- Belongs to
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77 harte Verweise gegeben habe. „Wenn das ist, erwiderte ich ihnen, so scheint es nicht, als ob mein Gespräch einen guten und bleibenden Eindruck auf Sie gemacht habe." Sie zögerten ein Weilchen mit der Antwort, und dann zeigten sie mir einige verbrauchte und abgeschmackte Stellen aus dem Talmud und Chisuk-Emunah, welche, wie der Rabbi sie gelehrt hatte, eine vollkommene Widerlegung des N. T. seien. Ich sagte ihnen, daß ich weder Zeit noch Neigung habe, mich über den Unsinn und das dumme Zeug, das im Talmud und andern jüdischen Schriften enthalten sei, zu zanken und zu streiten. Die Bibel allein enthält den geoffenbarten Willen Gottes, und ist die Richtschnur unsres Lebens und der sichere Führer zu unsrer Seligkeit. Sie erkannten an, daß viele ihrer als Autorität geltenden Bücher mit der heiligen Schrift die Probe nicht bestehen würden; aber zugleich behaupteten sie, daß Moses während der 40 Tage, die er auf dem Berge Sinai war, doch über viele Dinge belehrt worden sein könne, was durch Ueberlieferung bis ans uns gekommen sei. Ich zeigte ihnen, daß solche unnütze und schwärmerische Spekulation nichts anders sei, als Träumerei stolzer und unwiedergeborner Menschen. Sie nahmen einen Traktat an, den sie mit großer Sorgfalt unter ihren Kleidern verbargen. Nov. 11. — Es besuchten mich vier Juden, die sich angelegentlich darnach erkundigten, wie viel ich ihnen geben wolle, wenn sie Christen würden. Ich antwortete ihnen, daß ich ihnen ein Neues Testament geben wolle, welches sie überzeugen würde, daß sie sündige, elende und gottlose Menschen seien, und daß der Zorn Jehovahs auf ihnen ruhe, wenn sie nicht Buße thun und sich zu Christo bekehren, der allein ihre sündige Einbildungskraft bessern und ihre niedrigen, geldsüchtigen Gedanken heiligen kann. Sie waren ganz beschämt und wußten kaum, was sie sagen sollten. Einige heilsbegierige Juden sagten mir nachher, daß der Oberrabbi öffentlich erklärt habe, daß er alle Juden vom Uebertritte zum ChristenthuMe zurückhalten würde, die reichen durch Furcht, und die armen durch Geld. Bei einigen ist diesem Pharisäer dieser Plan gelungen, was ich jedoch nicht bedaure. Die Auftichtigen werden die Prüfungen bestehen und auch in der Roth standhaft bleiben, während die Heuchler und