Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 7 (1851)
- Issue
- 3-4 (1851)
- Date
- 1851-01-01
- Page
- – (sequence 29)
- Language
- German
- Belongs to
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offen zuzugestehen, daß er ohne jedes Kriterium ganz willkürlich der Bibel entnommen, was ihm beliebte, und sich daraus eine bequeme Religion gemacht habe. Er räumte ferner ein, daß er bei Consequenzen auf meinen früheren Standpunkt oder zum Pantheismus gelangen müsse." Gott gebe daß das nicht geschehe, sondern, daß er vielmehr, wie unser Freund, zur Erkenntniß der Wahrheit und zum lebendigen Glauben an den Herrn Jesum komme. Am folgenden Tage war Herr —w wieder einige Stunden mit seinem ftühern Freunde zusammen, und der Herr legte einen sichtbaren Segen auf das Gespräch, das er mit ihm hatte; denn so erzählt Herr —w, mein Freund gab zu, daß er sich getäuscht, wenn er bisher geglaubt habe, er begehe keine Sünde, und versprach nun ernster und aufmerksamer in der Bibel zu forschen; und da ich ihm einige Stellen der Propheten in Verbindung mit Stellen des R. T. anführte, so verlangte er mit wahrer Gier ein N. T.; ich gab ihm ein solches. Beim Abschiede legte ich ihm Joh. 15, LT dringend ans Herz, und er gab mir das feierliche Versprechen, wenn er die Wahrheit finde/ dann werde er sich nicht scheuen, sie offen zu bekennen, und soweit ich seinen Charakter kenne, steht dies von ihm zu erwarten. Gebe doch der Herr, daß auch dieser Nachkomme Abrahams die heimliche und verborgene Weisheit Gottes erkenne, welche Gott verordnet hat vor der Welt zu unsrer Herrlichkeit!" In—lernteHerr—w einen gebildeten Proselyten kennen, dererst vor Kurzem mit seiner Frau und 4 Kindern zum Christcnthume übergetreten war. Den Juden ist dieser Uebertritt um so schmerzlicher, als sie zugeben müssen, daß er ohne weltliche Beweggründe geschehen sei, und im vorigen Jahrhundert ein Bürgermeister dieses Orts zum Judenthume übertrat, welchen Umstand sie bisher nicht ohne Stolz erzählten. Unser Freund schließt seine Erzählung mit den Worten: „Sa wäre nun meine erste Reise beendet. (Sie dauerte etwas länger, als 6 Wochen). Ich-habe viele innere Erfahrungen gemacht. Ich habe gelernt, was mir noch Alles fehlt, ich habe aber auch die Gnade des Herrn im vollem Maaße erfahren. Herr! ich habe Lust zu