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Dibre Emeth · 1851-01-01 · 3-4 (1851) · page 27

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
7 (1851)
Issue
3-4 (1851)
Date
1851-01-01
Page
– (sequence 27)
Language
German
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In — wurde unser Freund mit großer Freude und einem herzlichen Händedruck von dem Rabbiner empfangen, als dieser vernommen, daß er an das A. T. glaube. Nachdem ihn Herr —w aber gesagt hatte, daß er auch an den Henn Jesum, als dm verheißenen Mesfias glaube, wurde er ganz unwillig und wollte nicht mehr mit ihm sprechen. Dies konnte er jedoch nicht aussühren, denn es hatten sich, da es Sonnabend war, bald eine Menge Juden eingesunden, von denen einige der Meinung waren, daß, obgleich es ihnen verboten sei, Proselyten zu machen, eine Unterredung mit unserm Freunde, da er abtrünnig geworden, erlaubt sei, vielleicht könnten sie ihn zum Judenthum zurückftihren. Herr —w ging darauf ein, und nun ergriff der Rabbiner das Wort und setzte die Vorzüge des Judenthums auseinander und faßte dann Alles in dm Satz zusammen: „Alles im Judenthume ist denkbar, wenn auch unwahrscheinlich; was aber undenkbar sei (wie die Dreieinigkeit der christlichen Lehre) das dürfe der Jude nicht glauben." Als er gefragt wurde, wo letzterer Satz in der Bibel stehe, gab er zu, daß dies nur feine Ansicht sei. Unser Freund erklärte ihm nun geradezu, daß obschon er mit seinem beschränkten Verstände die Dreieinigkeit nicht begreifen könne, er doch fest daran glaube, wie sie im R. T. klar und deutlich gelehrt werde und auch im A. T. davon die Rede sei. Als von Dan. 9,24 ff. die Rede war, gaben mehre Juden vor, daß sie sich nicht darauf einlaffen könnten, weil es Sabbath sei, md am Sabbath nicht rechnen dürsten, und sprachen dann in ganz ungeziemenden und höhnenden Worten von Christo und seinen Thatm, was ihnen ernst verwiesen wurde. Unser Freund hatte an diesem Tage auch Gelegenheit, einem früheren Bekannten gegenüber, seine frühem Jrrthümer zu widerrufen Md Christum zu bekennen. Er Hatte nämlich vor mehrerm Jahrm in B— ein Kränzchen gebildet, in dem er die atheistischen Irrlehren der Neuzeit weiter zu verbreiten suchte, wovon der eben erwähnte Bekannte (ein Jude) Mitglied war. „Dieser kommt nun, erzählt Herr —w, als er mich sieht, aus mich zugestürzt Md freut sich außerordentlich^ mich wieder z« sehen. Als enthusiastischer Demokrat fragt er mich zunächst nach meiner politischen Ansicht, fetzt aber bald ver«

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