Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 7 (1851)
- Issue
- 3-4 (1851)
- Date
- 1851-01-01
- Page
- – (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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3S verstellen. Denn ich bin barmherzig, spricht der Herr, und will nicht ewiglich zürnen." Die Bedingung der Wiederannahme aber, die er seinem Volke stellt, ist die: „Allein erkenne deine Missethat, daß du wider den Herrn, deinen Gott, gesündiget hast, und deine Wege für die Fremden zerstreuet (das heißt mannigfaltig gemacht und wohl bereitet) hast unter allen grünen Bäumen, und ihr habt meiner Stimme nicht gehorchet, spricht der Herr. Bekehret euch, ihr abtrünnigen Kinder, spricht der Herr, denn ich habe mich mit euch vertrauet, oder, ich bin euer Mann." Aber wie ist's möglich, daß zwischen Gott, dem Heiligen und Gerechten, vor dem doch nichts Unheiliges und Ungerechtes bestehen kann, und dem sündigen Menschen das stattfinden kann und soll, was zwischen Menschen und Menschen, die doch alle sündig sind, nicht stattfinden kann und darf? Allein deswegen, weil der Herr ein Mittel wußte und verordnet hat, wodurch der Mensch rein und ftei von seiner Unreinigkeit und Schuld werden kann. Im alten Bunde war es das Blut der Opfer; denn der Herr spricht 3. Buch Mos. 17, 11: „Des Leibes Leben ist im Blute, und ich habe es euch zum Altar gegeben, daß eure Seelen damit versöhnet werden, denn das Blut ist die Versöhnung für das Leben." Im neuen Bunde ist es das Blut des Messias, des Sohnes Gottes, das Wesen dessen, wovon das Blut der Opfer nur ein Schatten und Vorbild war. Denn Christus hat sein Blut vergossen zur Vergebung aller Sünden und zur Versöhnung des Menschen mit Gott. Wer nun feine Sünde und Abtrünnigkeit von Gott, seinen Jammer und Noch, in die ihn die Sünde gebracht, erkennt und bekennt, und sich in wahrer Reue und Buße zu dem Herrn wendet, demüthig um Vergebung fleht, und das ihm verordnete Mittel der Versöhnung im lebendigen Glauben ergreift, der wird auch wieder von Gott zu seinem Kinde und in die innigste Gemeinschaft mit ihm an- und ausgenommen; er wird gereinigt von aller Sünde und Mffethat, daß nichts VerdammlicheS mehr an ihm zu finden ist; er ist wieder in alle frühem Rechte und in den Genuß aller Güter des Lebens eingesetzt. Hier nun aber müssen wir mit dem Apostel Paulus ausrufen: „O welch eine Tiefe des Reichthums, beidesder Weisheit und der 3*