Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 7 (1851)
- Issue
- 3-4 (1851)
- Date
- 1851-01-01
- Page
- – (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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■ .■ M und setze es zuin Mitgenoffen aller seiner Güter und Herrlichkeit ein, ja gab sie ihm zu seinem Eigenthume. . Allein Israel erkannte und bewahrte die große Gnade^die ihm zu Theil geworden war, nicht; es zerriß das Band der innigen Gemeinschaft mit seinem Gotte, trennte sich von ihm und gab sich d em Götzendienste Hin; es verließ die Quelle des Lebens und machte sich ausgehauene Brunnen, die löchricht sind und kein Wasser haben. Diese Abtrünnigkeit Israels vergleicht nun der Herr mit dem Ehebrüche und der Ehescheidung zwischen Mann und Weib, und will dßmit sein Volk zum Bewußtsein bringen, daß es dadürch allK Güter, die es in der Gemeinschaft'mit ihm besaß und genoß , dermaßen verwirkt habe, daß es durchaus keine Ansprüche mehr daraus machen, Mrsich auch Nicht , weder von Seiten des Rechts, noch von Stziten der Liebe der Hoffnung hingeben könne, derselben je wieder theilhaftig zu werden. Sein rechtmäßiges und wohl verdientes Theil und Erbe sei eine ewige Trennung und Scheidung von ihm, seinem Gotte. Denn wenn sich ein Mann von seinem Weibe scheiden läßt, und diese hingeht und einen andern Mann nimmt, so darf nach dem Gesetze (5 Buch Mos. 24, 4) der erste Mann sie nicht wieder zu seinem Weibe annehmen, wenn auch ihr zweiter Mann sich wieder von ihr scheidet oder selbst stirbt. Solche Geschiedenen mußten für die ganze Zeit ihres Lebens getrennt bleiben, denn hätten sie wieder zusammen kommen wollen als Mann und Frau, so hätten, sie sich einer Sünde schuldig gemacht, wodurch das Land verunreinigt worden wäre; sie hätten dann in einem ehebrecherischen Verhältnisse mit einander gelebt, und dadurch beide ihr Leben verwirkt, 3. Buch Mos. 2«, 10. 5. Buch Mos. 22, 22. Doch was zwischen Menschen und Menschen, zwischen Mann und Frau, nicht stattfinden konnte und durfte, das konnte und durfte stattfinden zwischen Gott und seinem Volke Israel, und kann und darf heute noch stattfinden zwischen Gott und jedem einzelnen Abtrünnigem von ihm. „Du hast mit vielen Buhlern gehuret; doch komm wieder zu mir, spricht der Herr," fügt er dem Gleichnisse sogleich hinzu. Und bald darauf ruft er seinem Volke zu: „ Kehre wieder, du abtrünnige Israel, spricht der Herr; so will ich mein Antlitz nicht gegen euch