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Dibre Emeth · 1851-01-01 · 1-2 (1851) · page 24

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
7 (1851)
Issue
1-2 (1851)
Date
1851-01-01
Page
– (sequence 24)
Language
German
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24 zurück hielt, um seine Anhänger nicht abzuschrecken. Ich sprach mit ihm über den jetzigen Zustand der mosaischen Religion. Er nahm beim Abschiede einige Traktate an, nach deren Durchlesung er mich zu besuchen versprach. Bei dem Besuche, den ich heute dem hiesigen jüdischen Lehrer Mächte, traf ich auch den Rabbiner an. Es wurde viel über den Katholikismus gesprochen. Ich machte beide wiederholentlich darauf aufmerksam, sie möchten doch nur ganz unparteiisch das Christenthum prüfen, welches in der heiligen Schrift enthalten sei, und mit Ernst das A. T. mit dem N. T. vergleichen. Der Rabbiner, den ich nochmals besuchen wollte, gab mir nicht undeutlich zu verstehen, daß ihm dies nicht lieb wäre. Auch gelang es mir, bei einer hiesigen sehr reichen Familie Eingang zu finden. Ich wurde sehr freundlich und zuvorkommend ausgenommen, merkte jedoch bald das eifrige Bestreben der Hausfrau, das Gespräch, sobald es eine religiöse Wendung nahm, auf etwas Anders zu lenken. Den —. Heute gab mir der Herr Gelegenheit, fünf Juden das Evangelium zu verkündigen. Bei allen Gleichgültigkeit, sie leben, haben keine Sorge und wollen sich aus ihrem falschen Frieden nicht herausbringen lassen, kurz sie fühlen die Sünde nicht, darum brauchen sie auch keinen Heiland. Durch Beobachtung äußerer Ceremonien glauben sie wieder gut zu machen, was sie durch ihre Handlungen Böses thun. Mit einem Juden, den ich besuchte, sprach ich vom Reiche Gottes, von der Sünde, von der Versöhnung, von Christo, dem verheißenen Messias. Er entgegnete mir, er glaube an Gott, und das sei genug! Ich zeigte ihm, daß dies nicht genug sei, er müsse auch den Willen Gottes thun und führte ihm die Stelle Jakobi S, 19 an. Den —. Heute besuchte ich die Synagoge; sie war trotz dem, daß heute das Passafest begonnen, sehr leer. Es war Markttag und die Juden waren deswegen sehr beschäftigt. Einer der Juden, dem ich auf dem Marktplatze vorhielt, daß ja heute Festtag sei, sagte in einem ganz vorwurfsvollen Tone: „Was denken Sie denn, soll man den Markt auch noch versäumen?" Ronge's Freund besuchte mich' heute; wir unterhielten uns lange Zeit. Er machte verschiedene

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