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Dibre Emeth · 1851-01-01 · 1-2 (1851) · page 20

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
7 (1851)
Issue
1-2 (1851)
Date
1851-01-01
Page
– (sequence 20)
Language
German
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so läßt, wo ihm die ganze Schwere seines unseligen Zustandes begreiflich wird, sich dann aber seiner erbarmt und ihn zu sich zieht; so kann er in seiner Gnade ja diese Führung auch im Großen an den Juden beweisen und bewähren. Sie haben mit dem Aberglauben auch den Glauben an ihren alten Bundesgott bei Seite gelegt, und wenn sie nun erst ihre innere Leere fühlen werden, dann werden sie auch leichter zum Worte Gottes zurückkehren, ihre Sünde erkennen, sich Nach ihrem Heilande sehnen, und finden, daß in keinem andern Heil, auch kein anderer Name den Menschen gegeben ist, darinen sie sollen selig werden, als allein der Name Jesu Christi! Miffionsrmchrichten. Preuße«. (Fortsetzung.) Auch der Chordirigent war heute bei mir. „Der Geist der Bibel und das in ihr niedergelegte System mache sich bei dem Gebildeten durch die ihnen inwohnende Vernunft Bahn," das war der Inhalt seines Glaubens. Ich führte ihm hiergegen Römer 1 an, woraus hervorgeht, daß die Griechen gerade zu der Zeit, als sie auf der höchsten Stufe der menschlichen Weisheit zu stehen schienen, gleichwohl in die verabscheuungswürdigsten Laster verfielen. Daß auch die innere Stimme des Menschen leicht irre führen könne, dafür sprechen die Wilden, welche Gott einen Dienst zu erweisen meinen, wenn sie ihre Feinde scalpiren und deren Fleisch essen. Er führte dagegen Rousseau und seine-Schule an. Als Erwiderung fragte ich ihn, ob es nicht ebenfalls eine Verirrung dieses Gefühls sei, wenn im vorigen Jahrhundert während der Schreckensherrschaft in Frankreich Tausende von Menschenopfern der „Göttin Vernunft" dargebracht wurden?! Eben deswegen, weil die Menschen, nur ihrer Vernunft folgend, in die größten Jrrthümer verfallen, hat Gott in seiner unendlichen Liebe sich ihnen geoffenbaret, und in der Bibel besitzen wir die objektive Wahrheit, die nicht wie philosophische

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