Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 7 (1851)
- Issue
- 1-2 (1851)
- Date
- 1851-01-01
- Page
- – (sequence 11)
- Language
- German
- Belongs to
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II an mich; wir sprachen noch weiter über dies Thema. Ich sagte ihm, daß ich zwar Christ geworden, doch aber eigentlich nur ein Jude sei, der an den verheißenen Messias glaube. Ich zeigte ihm femer, wie die christliche Lehre Liebe predige und man sich recht hüten müsse, solchen Vorfällen gegenüber, wie eben einer vorgekommen, Personen mit der Sache zu verwechseln. Er versprach mir, mich zu besuchen. Aufenthalt in R. Am—. Nachmittags besuchte mich der Jude, dessen Bekanntschaft ich unterweges gemacht, und ein Cousin, ein schriftkundiger Israelit mit ihm. Sie blieben über drei Stunden bei mir. Zuerst sprachen wir über die Schöpftmg, besonders darüber, daß der Mensch ursprünglich gut aus der Hand Gottes hervorgegangen, daß durch den Sündenfall des ersten Menschenpaares die Sünde zu allen Menschen hindurchgedrungen sei, daß der Mensch, um vor Gott gerecht zu stehen, einer Versöhnung bedürfe, wozu den Israeliten der Opferdienst gegeben, daß die Juden aber jetzt keinen Tempel, keinen Hohenpriester, keine Opfer mehr haben. Sie gaben dies Alles zu, sie glauben an das Alte Testament und hoffen auf den Messias, der noch nicht gekommen sei. Ich las hierauf mit ihnen den Traktat: „Beweise aus den Alten Propheten, daß der Messias schon gekommen sein müsse," und ging mit ihnen Punkt für Punkt durch. Sie hatten den hebräischen, ich den deutschen Tert aufgeschlagen. Sie hörten aufmerksam zu, und waren sichtlich von der Wahrheit der heiligen Schrift, insbesondere von den Stellen 1B.M. 49,10 und Dan. 9, 24—26, ergriffen. Nachdem sie zugegeben, daß nach diesen Stellen der Messias gekommen sein müsse, leugneten sie, daß es Jesus sei. Als ich ihnen die hierauf bezüglichen Stellen der Propheten mit den entsprechenden im Neuen Testamente vorlas, hatten sie nur noch den Einwand, daß sie das N. T. nicht kennen; ich gab ihnen ein solches. Sie versprachen mich wieder zu besuchen. Gebe der Herr seinen Segen zu dieser Unterredung, und möchte er ihnen die Decke von ihren Herzen nehmen, damit auch diese Nachkommen Abrahams erkennen, daß in keinem andern Heil ist, als in Jesu, dem verheißenen Heilande. Den—. Heute besuchte mich ein mir von B. aus bekannter Jude, um einige Schriften zu kaufen. Ich knüpfte ein Gespräch über