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Dibre Emeth · 1851-01-01 · 1-2 (1851) · page 4

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
7 (1851)
Issue
1-2 (1851)
Date
1851-01-01
Page
– (sequence 4)
Language
German
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4 die Werke ihrer Väter und besonders die blutige That, die sie an Christo verübten, mißbilligen und sogar verabscheuen, ja wenn auch selbst viele von ihnen Jesum für einen großen Mann und Wohlthäter ihres Volkes, ja selbst für einen Propheten wie Moses halten, so verharren sie doch in dem Unglauben ihrer Väter, wollen nichts von Zesu als dem Sohne Gottes und dem verheißenen Heilande der Welt wissen, und wenn er ihnen als solcher gepredigt wird, zeigen sie dieselbe Feindschaft gegen ihn, von der ihre Väter beherrscht wurden, und machen sich so ihrer Sünden theilhastig. Und dann ist ja immer noch ein großer, man kann sagen der größte Theil dieses Volkes mit solchem Haffe gegen den Herrn Jesum erfüllt, daß man nicht einmal seinen Namen nennt, oder wenn er genannt wird, vor ihm ausspuckt. Sehen wir auf die Christenheit, so zeigt es sich gar bald, daß in-ihr noch bei gar Vielen der alte Haß gegen das Volk Israel vorhanden ist, von welchem getrieben und gestachelt, sie das arme verführte und verblendete Volk eben so verfolgen und mit Feuer und Schwert von der Erde zu vertilgen suchen würden, wie ihre Väter, wenn sie nur die Macht dazu hätten. Doch so gesinnt gegen Israel können in unfern Tagen nur die sein, welche entweder gänzlich oder doch wenigstens in ihrem Innern von dem Herrn und seiner Kirche abgefallen sind. Unter den besser Gesinnten, unter denen, welche noch fest halten an dem Worte Gottes und wahrhaftig an den Herrn Jesum glauben, hat sich, Gott sei Dank, ein besserer Geist, der Geist der Duldung und Liebe auch gegen Israel im Allgemeinen Geltung verschafft. Aber auch selbst bei vielen der gläubigsten Christen fehlt es, in Bezug auf die Absichlen Gottes mit seinem alten Bundesvolke, immer noch an der rechten Erkenntniß, und darum auch an der wahren barmherzigen Liebe gegen dasselbe. Der Mangel an dieser Erkenntniß und Liebe ist auch die Ursache, daß so wenige von den Kindern Gottes, besonders in unserm deutschen Vaterlande, sich entschließen können, Hand an das große und herrliche Werk der Bekehrung Israels zu Christo mit anzulegen, mit darauf hinzuwirken, daß diesem Volke ebenso wie den Heiden das Evangelium, das eine Kraft Gottes ist zur Seligkeit für Alle, die daran glauben, für die Juden vornehmlich und auch für die Griechen, gepredigt werde. Die

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