Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 7 (1851)
- Issue
- 1-2 (1851)
- Date
- 1851-01-01
- Page
- – (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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königlichen Sängers liegt, wir haben dabei noch einen andem Zweck vor Augen. Die Kirche Christi soll nicht blos auf euren kleinern oder großem Raum der Erde beschränkt sein, oder nur in einzelnen Ländern erhalten werden, o nein, sondern sie soll sich immer weiter ausbreiten, bis sie endlich die ganze Erde erfüllt; sie soll den Kampf gegen das Reich der Finsterniß fortsetzen, bis sie es völlig überwunden haben wird; die Kirche soll missioniren. Ist die Kirche krank, daß sie als solche ihren hohen Berufnicht erfüllt und nicht erfüllen kann, so sollen ihn die einzelnen lebensfrischen Glieder darin übemehmen, an welchen es doch gewiß niemals fehlen wird. Dies geschieht denn auch, Gott Lob, in unfern Tagen in herrlicher Weise. Tausende von gläubigen Christen haben sich vereinigt, gemeinschaftlich dahin zu wirken, daß das Wort ihres Herrn und Meisters auf der ganzen Erde, unter allen Völkern und Völkerstämmen gepredigt werde, damit alle Menschen dadurch hereingezogen werden in das Reich GotteS und hinzugethan werden zur Zahl der Heiligen und Auserwählten Gottes, die empfangen sollen das ihnen durch Christum erworbene und im Himmel aufbewahrte Erbtheil. Diesem Werke und besonders einem Zweige desselben, nämlich dem unter Israel, dem alten Bundesvolke Gottes, dem alleinigen Träger der göttlichen Verheißungen zu einer Zeit, als die ganze übrige Welt von Gott abgefallen war und im Argen lag, stehen nun aber solche Schwierigkeiten und Hindernisse entgegen, die nur durch den Glauben an die Wahrhaftigkeit des Wortes Gottes, und an die unumstößliche Gewißheit aller seiner Verheißungen und Zusagen überwunden werden können. Sehen wir bei diesem Werke zunächst auf das Volk Israel — denn von diesem Volke und von der Verbreitung des Reiches Christi unter demselben reden wir von jetzt ab allein — so scheint es noch dasselbe 'yurru»p-oy, dasselbe halsstarrige Volk zu sein, wie es schon zur Zeit Moses und der Propheten war und genannt.wird; so scheint bei ihm noch dieselbe Feindschaft gegen den Herrn Jesum vorzuwalten, welche ihre Väter gegen ihn beherrschte, als er unter ihnen auf Erden wandelte. Denn wenn auch jetzt viele von diesem Volke