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Dibre Emeth · 1851-01-01 · 1-2 (1851) · page 5

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Journal
Dibre Emeth
Volume
7 (1851)
Issue
1-2 (1851)
Date
1851-01-01
Page
– (sequence 5)
Language
German
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5 meisten unserer gläubigen Brüder und Schwestern stecken immer noch tief in dem Jrrthume versunken, daß die Zeit, in welcher dem Volke Israel Christus mit Erfolg gepredigt werden soll, noch nicht vorhanden sei, und selbst an solchen fehlt es noch nicht ganz, welche überhaupt daran zweifeln, daß diese Zeit jemals kommen werde, indem fie meinen, daß die Heiden für immer an Israels Statt zum Träger des Reiches Gottes erwählt worden seien. Nur wenige sind es, welche die Bestimmung Israels, und damit zugleich ihren hohen Christenberuf klqr erkennen, dafür zu sorgen, daß den Juden ebenso wie den Heiden das Wort Gottes gepredigt, und ganz Israel dadurch wieder zum Herrn bekehrt und in seine frühere Stellung zu ihm zurückgeführt werde. Sind nun aber die Hindernisse und Schwierigkeiten, welche der Verbreitung des Reiches Christi unter Israel von allen Seiten entgegen treten, der Art, wird dann das kleine Häuflein, das Hand ans Werk gelegt hat, nicht an dem Gelingen desselben verzweifeln müssen, die Hand davon wieder zurückziehen und es ganz liegen lassen? Nimmermehr wird es sich dazu entschließen können, im Gegentheil wird es dessen ungeachtet an diesem Werke muthig fort arbeiten in der Gewißheit, daß es auch gelingen und zu einem herrlichen Baue heranwachsen wird. Und was in diesen Streitern stär das Reich Gottes den Muth belebt und die Gewißheit des Sieges erweckt und erhält, das ist die felsenfeste, unumstößliche Gewißheit, daß das Wort des Herrn wahrhaftig ist und alle seine Verheißungen und Zusagen erfüllt werden müssen, wenn sich auch die ganze Hölle aufmachte und sie zu vereiteln suchte. In diesem Glauben arbeiten und wirken sie, und dieser Glaube allein ist es, mit dem fie alle Schwierigkeiten und Hindernisse besiegen und überwinden. Wo aber steht denn das Work, das sie für sich haben? welches find denn die Verheißungen, die ihnen den Sieg zustchern? Die Antwort auf diese Fragen liegt schon in jenen allgemeinen Verheißungen, daß das Wort Gottes nicht wieder leer zurück kehren, sondern ausrichten foll,' wozu es gesandt wird, oder auch in dem Befehle des Herrn, daß das Evangelium aller Kreatur gepredigt werden soll. Doch wir wollen nicht mit so allgemeinen Verheißungen, sondern mit ganz besonder«,

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