Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 6 (1850)
- Issue
- 12 (12.1850)
- Date
- 1850-12-01
- Page
- – (sequence 13)
- Language
- German
- Belongs to
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, 197 M, Gegenstände und bat ihn dann. Mir seine Empfehlungen zu bringen und mir die Versicherung zu geben, daß er es sehr bedaure, daß seine Stellung ihn nöthige, jeden freundlichen Verkehr mit mir zu meiden, da ein solcher Verkehr falsch ausgelegt und seine Beweggründe mißdeutet werden könnten; und obschon er mit meinen Bestrebungen nicht sympachisiren könne, so würde er doch stets die besten Gefühle gegen mich und meine Bemühungen bewahren. Zch glaube, daß der Oberrabbi oft gezwungen wird, gegen seine eigene Neigung zu handeln, da er völlig in der Gewalt der reichen Juden ist und sich nicht erkühnen darf, sich ihrer Feindschaft und Ungunst auszusetzen. Seplbr. 11. — Heute früh wurde ein junger Mann Namens C. vor den jüdischen Gerichtshof gefordert, und als er daselbst erschien, sagten ihm die drei Rabbinen, welche die Richter sind: „Wir wissen, daß Sie ein Ungläubiger sind und keine Religion haben, und da uns ihre Seele am Herzen liegt und wir besorgt sind, Sie von Zhrem gottlosen Wege zurück zu bringen, so sind wir Willens Ihnen vor dem Bersöhnungstage Ihre Sünden zu vergebm, wenn Sie uns sagen, sda Sie das Haus des englischen Priesters besuchen) wer diejenigen Zuhen sind, welche zu ihm in Unterricht kommen." C. hörte mit Erstaunen diesem Verfahren zu und antwortete ihnen dann: „Die Schriftgelehrten ärgerten sich an Christo, weil er zu dem Gichtbrüchigen sagte: Deine Sünden sind dir vergeben, obschon er seine wunderchätige Macht dadurch bekundet hatte, daß er den geplagten Mann geheilet hatte; und doch maßet Zhr euch solche Macht an, die Zhr doch die andere Macht nicht in Anspruch nehmen könnh und das um mich zu Eurem Narren und Spione zu machen." Zn Bagdad sind viele Zuden, welche durch das Lesen des neuen Testaments die Wahrheit erkannt haben. Zhre Gemächer sind erleuchtet und ihre Herzen erweicht, und sie möchten gern öffentlich ihren ungeheuchelten Glauben bekennen, wenn sie nur nicht befürchten müßten, von ihren Weibern und Kindern getrennt und aus dem Kreise ihrer Freunde und Berwandtm verstoßen zu