Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 6 (1850)
- Issue
- 12 (12.1850)
- Date
- 1850-12-01
- Page
- – (sequence 12)
- Language
- German
- Belongs to
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Unr«|e anb Unbehaglichkeit verriechen. Einer von ihnen ssgM „Morte, wie diese, in scheinbare Wahrheit gehüllt und mit der Schrift vermischt, müssen die Armen und Ungelehrten gefangen nehmen." Darauf erwiederte ich: „Nein, Worte, wie diese, welche ihren Werth aus dem unttüglichen Worte Gottes hrrleiten und " das Heil der Menschen zu ihrem Zwecke haben, müssen das Herz rühren und ergreifen und den Verstand überzeugen." Sie verließen mich, wie ich glaube, mit ganz andern Ansichten, als sie gekommen waren. Septbr. 5.— ES kam ein Rabbi zu mir in Begleitung einiger jungen Männer von ihrer Hochschule oder dem Beth Hamidrasch und brachten ein Buch mit, das den Titel hat: „Der gerächte Bund; des Oberrabbis Widerlegung der christlichen Lehre von einem Erlöser." Es ist. ein sinnloser Ausbruch deS Hasses und Zorns, voll der bittersten Bemerkungen und in einer so gemeinen Sprache und schlechtem Style verfaßt, daß es nur der Sache nützen kann, der es zu schaden bezweckt. Das Zeug, welches der giftige Angriff des Rabbis auf die Wahrheit des Evangeliums enthält, bot uns hinlänglichen Stoff zu Unterredungen, und die meisten von denen, mit welchen ich mich darüber unterhielt, erkannten an, daß des Chacham's Kenntniß von der Wahrheit des EhristenthumS sehr beschränkt sei. Dieser knabenhafte Versuch der Rabbinen (denn mir wurde erzählt, daß die vereinte Gelehrsamkeit mehrerer Weisen dieses Werk erzeugt habe, welches, wie ich höre, niemals von der Neugierde der Unwissenden entweiht werden wird, da es ungedruckt bleiben wird) zeigt, daß ein Geist des Forschens unter den Zuden ist, und daß das Evangelium diese Meister in Israel aus ihrem Geistesschlafe zur Wachsamkeit und Thätigkeit erweckt hat; und obschon das bittere Gefühl gegen die Predigt des Evangeliums beim ersten Blick als Entmuthigung erscheinen mag, so betrachte ich es doch als eine Veranlassung zu größerer Anstrengung und als ein Zeichen des künftigen Erfolgs. Septbr. 9.— Der Oberrabbt Cchacham Raphael, sandte nach Hakim David, um in einem gewissen Prozesse Zeuge zu sei». Der Chacham sprach mit ihm über verschiedene religiöse