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Dibre Emeth · 1850-12-01 · 12 (12.1850) · page 8

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
6 (1850)
Issue
12 (12.1850)
Date
1850-12-01
Page
– (sequence 8)
Language
German
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192 von der Wahrheit des Christenthums einen günstigen Eindruck er» halten, daher fie ihn sogleich in das HauS einließen. Isaak war weniger glücklich; seine Frau verriegelte die Thür und voll Wuth und Rache bestrich sie ihr Gesichte mit Ruß und stürzte mit zerzausten Haaren auf den Balkon des Hauses, lärmend und schreiend, wodurch die Masse des wüthendrn Pöbels herbei gezogen wurde, welche dm armen Isaak mit Verwünschungen und Drohungen überschüttete. Der arme Mann war ihrem Geschrei, Zischen, Flüchm und jeder Art von Mißhandlung beinahe bis zum Sonnenuntergänge ausgesetzt, wo sich der Haufe dann allmählig zerstreute und er in den Stand gesetzt wurde, seinen Weg nach meinem Hause zu nehmen. Ich gab ihm solche Rathschläge, wie er zu haben wünschte, und riech ihm dann nach Haufe zu gehen. Er hatte keine Neigung zu seiner Familie zurück zu kehren, welche ihn solchen Beschimpfungen ausgesetzt habe; und an demselben Abend erfuhr ich noch, daß er nicht im Stande gewesen sei, die wüthendrn und beleidigenden Anfälle seiner Frau zu ertragen, und daß er am folgenden Morgen die Stadt verlassen habe. Ezechiel fuhr noch einige Tage fort, zu mir zu kommen, aber endlich wurde er von den Bitten, Versprechungen und Drohungen seiner Freunde besiegt, und er ließ mir sagen, daß er verhindert sei, irgendwie mit mir Umgang zu pflegen, daß er aber doch hoffe, in Christo Vergebung und Heil zu finden. August 18. — Heute nach vollendetem Gottesdienste vollzog ich an Hakim David, einem jüdischen Arzte, der mit der Literatur seines Volkes sehr vertraut ist, die heilige Taufe. Ich hatte ihn seit meiner Rückkehr nach Bagdad regelmäßig unterrichtet, und da sein Leben und Wandel Zeugniß gaben, daß sein Herz von der Gnade Gottes berührt sei, so willigte ich in seine Wiederholte Bitte, und nahm ihn, nachdem er das Bekenntniß seines Glaubens abgelegt hatte, feierlich durch die Taufe in die Kirche Christi auf. Seitdem hat er, wo sich ihm nur eine Gelegenheit dazu darbot, das Evangelium verkündigt, und ich habe bemerkt, daß jemehr er in der Erkenntniß und christlichen Erfahrung zuuimwt, er auch in der Liebe gegen seine Brüder wächst

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