Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 6 (1850)
- Issue
- 12 (12.1850)
- Date
- 1850-12-01
- Page
- – (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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schehen, dann würde nicht bloß für jene Gegenden, sondern überhaupt für alle Länder mehr gethan werden, daß sie mit dem Evangelium erfüllt würden. ZN einem spätem Briefe, vom 16. Septbr., schreibt Herr Stern: Zn weinen frühem Briefen erwähnte ich, daß sich einige schwere Wolken über unsere Mission zusammen zögen, und daß einige Schwierigkeiten und Hindernisse die kräftige Betreibung unfers Werkes zu hemmen droheten. Der erwartete Sturm hat sich entladen, aber ich bin dankbar, daß er anstatt uns irgendwie zu schaden, nur die Wolken zerstreut und uns eine glänzendere Aussicht eröffnet hat. Zch will mit wenig Worten erzählen, welche Ereignisse die Juden zur Wuth entflammten, daß sie, wie ehedem ihre Vorväter ausriefen: „Wir wollen nicht, daß dieser über uns herrsche." August 17.— Ezechiel und Zsaak, zwei interessante Männer, welche einige Wochen Unterricht von mir erhalten und die von der Wahrheit durchdrungen schienen, sprachen ernstlich den Wunsch aus, das Zudenviertrl, wo sie unaufhörlich dm Schmähungen, Beleidigungen und der Rache ihrer gefühllosen Brüder ausgesetzt waren, zu verlassen und so öffentlich ihren Glauben an den Erlöser zu bekennen. Zch riech ihnen, nicht voreilig zu handeln, damit sie es nicht nachher bereuen möchten. Sie wünschten jedoch ernstlich ihre Aufrichtigkeit darzuchun und schnitten daher ihre Bärte ab, was bei den morgenländischen Juden gleich ist der Entsagung des jüdischen Glaubens. Ich war außerordentlich bettübt über dies Verfahren, da es nicht bloß zu Schmähungen veranlassen, sondern die Juden auch zu der Meinung verleiten mußte,, daß sie es aus Hohn gegen sie gechan hätten. Nachmittags kehrten fie zu ihren Familien zurück, aber ihre fremde Erscheinung zog, als sie durch den Bazar und dir Straßen gingen, wo tausende von Juden herum schleuderten, um die ermüdendm Stunden des Sabbaths zu verbringe«, die Aufmerksamkeit der Massen auf sich, welche ihnen nachfchrien und sie mißhandelten, bis sie chee Wohnung erreicht hatten. Die Frau und Familie Ezechiels haben